Wird die Unsicherheit nach Merkels Wahl größer oder kleiner?
+++ Euro zum Wochenstart bei 1,1585 Franken +++
Euro gegen Franken 1,1% stärker...>
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Wird die Unsicherheit nach Merkels Wahl größer oder kleiner?

Der Euro behauptet die Gewinne der Vorwoche, und so notiert er bei 1,1490 Franken. Der sinkende Goldpreis nährt die Hoffnung, dass sich der EUR/CHF-Kurs deutlich über 1,15 einnisten wird. Anleger schmeißen die sicheren Häfen Gold und Schweizer Franken aus ihren Depots. In einer Woche könnte das schon wieder anders aussehen, wenn deutsche Parlamentarier beginnen auf die Gemeinschaftswährung einzuprügeln.

Gold kostet aktuell 1.307 US-Dollar. Die Feinunze ist 50 Dollar günstiger als vor anderthalb Wochen. Bis zur 150-Tage-Linie bei 1.270 Dollar, an der sich der Goldpreis seit der Finanzkrise eng orientiert, ist noch Abwärtspotenzial vorhanden. Dieses könnte ausgeschöpft werden, sollte die US-Notenbank (Fed) am Mittwoch eine Leitzinserhöhung für Dezember 2017 in Aussicht stellen.


In fünf Tagen wird in Deutschland gewählt, und es kann Überraschungen geben. Die eurokritische Partei AfD wird nach neuen Umfragen drittstärkste Kraft. Sie könnte deutlich vor den anderen kleinern Parteien liegen, bedenkt man, dass viele potenzielle AfD-Wähler sich gegenüber den Umfrageinstituten des ARD/ZDF-Staatsfernsehens nicht als solche outen.

Damit drohen dem Euro in den nächsten vier Jahren Frontalattacken aus dem deutschen Parlament. Das wäre ein Novum, da seine Existenzberechtigung bisher in Europas größte Volkswirtschaft nur von der außerparlamentarischen Opposition in Frage gestellt wurde. Die AfD könnte als größte Oppositionspartei sogar den Chef des Haushaltsausschusses im Bundestag stellen.

Fiese AfD-Sprüche über den Euro aus dem deutschen Parlament wären in den angelsächsischen Börsenmedien dann der Renner. So etwas kann Anleger davon abhalten ihre Schweizer Franken in Euros umzutauschen. Stattdessen könnten sie in die Währungen von Großbritannien, Schweden und Tschechien gehen, zumal hier die Notenbanken die Leitzinsen in den nächsten Monaten anheben dürften.