Schweizer-Franken.eu ⑇ EUR/CHF-Kurs, Entwicklung, Prognosen

EUR/CHF-Ausblick: Wie es 2021 weitergeht

Der Euro stieg von Anfang 2015 bis Mitte 2018 von 0,98 auf 1,20 Franken. Es folgte ein Rückfall auf 1,05 bis Ostern 2020 und eine leichte Aufwärtsbewegung auf 1,08. Wie realistisch ist ein erneuter Anstieg auf 1,20? Oder sollte man den Abwärtsrisiken mehr Aufmerksamkeit schenken? Fällt der Euro-Franken-Kurs 2021 erneut auf 1,05?

Mit einem Schattendasein bei 1,05 Franken wollte sich der Euro nicht begnügen. Ende Mai 2020 schoss er in zwei Wochen auf 1,10 Franken hoch. Anstriebsfeder: Deutschland und Frankreich beschließen die Währungsunion mit einer gemeinsamen Schuldenaufnahme und einer gemeinschaftlichen Haftung zu vertiefen.

Die politische Nachricht über die Haftungsunion ist keine, die kurze Beine hat. Der Euro honoriert, dass Deutschland künftig für die Schulden Italiens und Österreich für die Verbindlichkeiten Portugals einstehen müssen. EUR/CHF klettert über die 50-Tage-Linie und über die 200-Tage-Linie.

Devisendiagramm zum Auf und Ab der EUR/CHF-Kursentwicklung 2016-2020

Schweizer Franken hält Zinsvorteil in der Hinterhand

Der Euro steigt mit 1,0870 Franken auf den höchsten Stand seit drei Monaten. Dann kommt Sand ins Getriebe. Statt auf 1,10 durchzumarschieren, geht es zurück auf 1,08. Weil die Zinsen in der Schweiz höher sind, suchen den Euro Abwärtsrisiken heim.

Laut 50-Tage-Linie und 200-Tage-Linie kann es für den EUR/CHF-Kurs in den nächsten Monaten nur einen Weg geben: Nach oben auf 1,10, 1,12. Die Konstellation für den Euro ist so günstig wie seit mehr als drei Jahren nicht.

Die Zinsen sprechen hingegen für den Franken. Schweizerische Bundesobligationen werden vor und nach Abzug der Inflation höher verzinst als ihnen in der Qualität ebenbürtige deutsche Bundesanleihen.

Zinsspread Deutschland/Schweiz im Vergleich zur EUR/CHF-Kurs Entwicklung

🗲 Talfahrt beendet: Euro legt wieder zu 💶⏫

Freitagvormittag: Stabilität bei EUR/CHF 1,08

Der Euro-Franken-Kurs hat sich nach einem Rücklauf von 1,0870 auf 1,0790 stabilisiert. Aktuell gibt es für 1 Euro 1,0815 Franken.

"Für heute sehen wir eine Trading-Range zwischen 1,0780 und 1,0830", sagt die Thurgauer Kantonalbank.

Devisendiagramm EUR/CHF-Kursverlauf November 2020


Donnerstagvormittag: ⛔Der Franken ist zurzeit unerwünscht😠

Der erste Anlauf, die Marke bei 1,09 zu überspringen, scheiterte. Aktuell notiert der EUR/CHF-Kurs im Vergleich zum Vortag etwas leichter bei 1,0830.

"Zum Franken war der Euro bereits in den letzten Tagen auf das höchste Niveau seit etwa sechs Monaten geklettert", berichtet die Schweizer Finanznachrichtenagentur awp.

Der Euro habe in den vergangenen Tagen vor allem von der überwiegend guten Stimmung an den Aktienmärkten profitiert.

Zum US-Dollar ist der Euro aktuell mit 1,1940 auf dem höchsten Stand seit knapp vier Monaten.

Umgekehrt kann der Schweizer Franken nicht so sehr zum Dollar zulegen. Das zeigt: Die Risikobereitschaft ist aktuell sehr hoch. Die im Vergleich zum Dollar deutlich besseren Sicheren-Hafen-Qualitäten des Frankens finden kein Zuspruch.


Mittwochvormittag: Franken schwach, Euro eröffnet fester

Der Euro lässt keine Zweifel aufkommen auf 1,10 Franken zu wollen: Die neue Höchstmarke ist 1,0870. Am Vortag ging die Devisennotierung mit 1,0836 sehr fest aus dem Handel. Einen so hohen Schlusskurs gab es das letzte Mal im Juni 2020.

"Die generelle "Risk-On" Stimmung dürfte wohl auch heute den EUR/CHF festigen, aber um den Widerstand bei 1,0900 zu knacken, ist es noch zu früh", kommentiert die Thurgauer Kantonalbank.

Euro Entwicklung zu anderen Hauptwährungen (Balkendiagramm)

Dienstagnachmittag: Euro klettert auf 3-Monatshoch

Der Euro setzt seinen Höhenflug fort, und so steigt der EUR/CHF-Wechselkurs auf 1,0850. Das ist der höchste Stand seit drei Monaten.

In trockenen Tüchern ist dieser Breakout nicht. Gut vorstellbar: Es geht zurück in den Seitwärtskanal, der sich von 1,0780 bis 1,0830 erstreckt.

Devisendiagramm zum steilen EUR/CHF-Anstieg im November 2020

Einen konkreten Auslöser des plötzlichen Anstiegs sucht man vergeblich. Das Ganze lässt sich in die Kategorie "charttechnisches Play" einordnen.