Schweizer-Franken.eu - Prognosen EUR/CHF-Kurs

Euro-Anstieg ist überfällig

Die Talfahrt des Euros geht weiter, und so sinkt der EUR/CHF-Kurs auf eine neue Tiefstmarke bei 1,0694. Ein Blick auf die Entwicklungen des CHF 3-Monats-Libors und des 3-Monats-Euribor zeigt, wo der Hase im Pfeffer liegt.

Obschon der Euro aktuell auf den tiefsten Stand seit dem 21. April 2017 ist, mehren sich die Anzeichen einer Erholung. Entsprechend gut stehen die Chancen einer Bodenbildung in den nächsten Tagen zwischen 1,06-1,07. Anschließend dürfte ein Anstieg auf mindestens 1,08 erfolgen.

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Erste-Group-Chef Treichl hat es vor kurzem in einem Interview mit CNBC schön veranschaulicht. Man sei in einer Welt, in der bereits sehr kleine Zinsdifferenzen einen "dramatischen Unterschied" ausmachten.

Vor diesem Hintergrund gilt es den Einfluss der Entwicklung der Geldmarktsätze auf den EUR/CHF-Kurs zu analysieren. Anfang September 2019 liegt der CHF 3-Monats-Libor bei -0,86% und der 3-Monats-Euribor bei -0,44%.

Der Schweizer Satz ist um 0,42% negativer als sein Pendant aus der Eurozone. Das trägt mit dazu bei, dass sich der EUR/CHF-Kurs bei 1,08 befestigt und bis Ende Oktober 2019 auf 1,1050 steigt.

CHF 3-Monats-Libor und 3-Monats-Euribor Entwicklungen 2019/2020 im graphischen Vergleich

Zur Lage von Franken-Kreditnehmern im Januar 2020

Die verbleibenden 90.000 Franken-Kreditnehmer in Österreich werden zu Jahresbeginn von einem Wechselkursrückgang auf dem falschen Fuss erwischt. Für 1 Euro gibt es aktuell nurmehr 1,07 Schweizer Franken. Vor einem Monat waren es 1,10, vor einem Jahr 1,14.

Euro mit Chance dem Franken den Schneid abzukaufen

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