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Die nächsten Tage sind entscheidend

Die erste Reaktion auf eine von der US-Notenbank (Fed) eingeleitete Zinswende der großen Zentralbanken lässt Gutes ahnen: Der Eurokurs klettert auf knapp 1,10 Franken. Geht das so weiter? Die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten sinkt scharf. Allerorts fallen die Börsen. Ausgerechnet in einem solchen Umfeld schwächt sich der als sichere Hafen wahrgenommene Schweizer Franken ab.

EUR/CHF-Kurs am steigen: Das ist der Grund

Weil die Schweizerische Nationalbank (SNB) am längsten zaudert, hat der Franken plötzlich ein Problem. Der EUR/CHF-Kurs nutzt die von der US-Notenbank (Fed) in die Finanzmärkte hineingebrachte Zinswenden-Unruhe, um auf 1,0960 zu steigen.

Man habe über eine Rückführung der Anleihenkäufe (Tapering) diskutiert. Darüber hinaus teilte US-Notenbankchef Jerome Powell die Neuigkeit mit, dass die Mehrheit seiner Kollegen zwei Leitzinserhöhungen bis 2023 erwarte.

Das schlug ein wie eine Bombe. Der US-Dollar wertete zum Euro und Schweizer Franken scharf auf. Die Aktienmärkte gingen auf Talfahrt, während die Rohstoffpreise purzelten. Gold wurde massiv abgestraft.

EUR/CHF-Ausblick


Beim Thema Normalisierung der Geldpolitik hat sich die Schweizerische Nationalbank ganz bewusst an letzte Stelle gestellt, sogar noch einen Platz hinter die Europäische Zentralbank (EZB).

Das zahlt sich nun aus der Sicht von Notenbankpräsident Thomas Jordan, der einen schwächeren Franken will, aus. Die SNB hat mit -0,75% den negativsten Leitzins auf der ganzen Welt. Der Leitzins der EZB liegt bei "nur" -0,50%.

Die von der US-Notenbank früher signalisierte Zinswende zwingt die Big Player am Devisenmarkt zu größeren Umschichtungen. Der Euro verliert zwar kräftig auf den US-Dollar. Noch größer sind allerdings die Verluste des Schweizer Frankens.



Infolge wird auf dem EUR/CHF-Wochenchart eine große, weiße Kerze gebildet. Es handelt sich um ein Reversal (Trendumkehr). Die Hürde für einen weiteren Anstieg auf mindestens 1,10 ist nun sehr niedrig.

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