Schweizer-Franken.eu - Prognosen EUR/CHF-Kurs

Euro purzelt Richtung 28-Monatstief

Analyse zum wieder fallenden EUR/CHF-Kurs im November 2019

Der Euro fällt überraschend glatt auf 1,09 Franken. Das ist der tiefste Stand seit einem Monat. In der Eurozone läuft es eigentlich ganz gut. Die Konjunkturerwartungen steigen kräftig. Gleiches gilt für die Aktienmärkte. Dem Dax fehlen weniger als 200 Punkte für ein neues Allzeithoch. Trotzdem lässt der Euro Federn. Ein französischer EZB-Banker schwenkt zurück auf den radikalen Draghi-Kurs. Und dann sind da noch Trumps EU-Autozölle.

Franken-Kreditnehmer: Zeit der Nullzinskredite endet

Für Österreichs Franken-Kreditnehmer erhöhen sich die Zinsen. Der CHF 1-Monats-Libor setzt im November 2019 seinen Anstieg fort. Er klettert mit -0,74% auf den höchsten Stand seit der Mindestkurs-Aufhebung Anfang 2015. Der CHF 3-Monats-Libor steigt auf -0,71%. Er hat sich damit recht deutlich von seinem Anfang September 2019 bei -0,86% erreichten Viereinhalbjahrestief wegbewegt.

Die Zinsanstiege bei den Schweizer Referenzsätzen spielen sich im Zehntelbereich ab, weshalb die Auswirkungen auf die Geldbörsen von Franken-Kreditnehmer bisher begrenzt sind. Es kommt ferner auf den Zinsaufschlag (Marge) an. Häuselbauer mit Aufschlägen von höchstens 0,70% zahlen weiterhin keine Zinsen.

Anstieg beim CHF 1-Monats-Libor und CHF 3-Monats-Libor grafisch dargestellt

Innerer Wert des Euro sinkt nach Lehrbuch

Euro - Schweizer Franken Kursentwicklung 1998 bis 2019 kategorisiert nach Volatilitaet

Der Euro-Franken-Kurs ist dabei seinen Platz als eines der langweiligsten Währungspaare, die es überhaupt gibt, wieder einzunehmen. Wegen der Weltfinanzkrise, Euro-Staatsschuldenkrise und der plötzlichen Aufhebung des Euro-Mindestkurses bei 1,20 Franken gab es in den letzten zehn Jahren eine sehr hohe Volatilität. Diese Phase neigt sich dem Ende.