Schweizer-Franken.eu - Prognosen EUR/CHF-Kurs

Euro vor gefährlicher Sprengfalle

Enttäuschende Wachstumszahlen bremsen den Euro bei 1,14 Franken aus. Es zeichne sich ab, "dass sich das Wachstum des Eurozone-BIP auf knapp unter 0,2% auf Quartalsbasis verlangsamt hat", heißt es im neuen Einkaufsmanager-Bericht von IHS Markit. Der steile Anstieg der Aktienmärkte signalisiert hingegen ein mehr als doppelt so starkes Wachstum. Wie wird der EUR/CHF-Kurs mit dieser Diskrepanz nach Ostern umgehen?

Der Euro ist aktuell in Rallylaune: Er schloss zum dritten Mal in Folge mit einem Wochenplus gegenüber dem Schweizer Franken. In der abgelaufenen Woche kletterte der Euro-Franken-Kurs auf 1,1425 und markierte damit den höchsten Stand seit Anfang Februar. Die Gemeinschaftswährung kanalisiert verbesserte ZEW-Konjunkturerwartungen in Kursgewinne.

Das sagen die Devisenexperten

Der Euro-Franken-Kurs setzt seinen Anstieg fort: 1,1420 ist die neue Höchstmarke. Bisher gibt es keine Anzeichen, dass sich die Abschwächung des Schweizer Franken dem Ende neigt. An der Wall Street klettert der Nasdaq auf ein Allzeithoch. Dies zeigt, wie hoch die Risikobereitschaft und wie frankenunfreundlich das Umfeld an den Finanzmärkten aktuell ist.

Euro klettert weiter nach oben

Der Euro nimmt eine neue Umfrage zur Konjunkturstimmung gut auf, und so steigt der EUR/CHF-Wechselkurs auf 1,1390. Das ist der höchste Stand seit zwei Monaten. Risikobereitschaft dominiert das Marktgeschehen. Vermögensverwalter schmeißen den Schweizer Franken aus ihren Portfolios. Einen Hedge gegen steigende Volatilitäten braucht es derzeit nicht.

Überraschend deutlich hellen sich die vom Zentrum für Europäischen Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobenen Stimmungsdaten sowohl für Deutschland als auch für die Eurozone auf. Die befragten Finanzfachleute sind mit Blick auf die Entwicklung der Weltwirtschaft sehr viel optimistischer als noch zu Jahresbeginn. Darüber hinaus habe die Verschiebung des Brexit-Termins zur Verbesserung beigetragen haben, teilt das ZEW mit.