Schweizer-Franken.eu - Prognosen EUR/CHF-Kurs

Italien entnervt Euro-Franken-Kurs zum x-ten Mal

Der Euro bleibt mit 1,1350 aktuell hinter seinen Möglichkeiten zurück. Er kann die hohe Risikobereitschaft an den Finanzmärkten, wie sie in erster Linie in steigenden Aktienkursen zum Ausdruck kommt, nicht nutzen, um gegen den Schweizer Franken zuzulegen. Ursache: Italiens suizidgefährdete Volkswirtschaft.

Statt das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, werde Italiens Haushalt negative Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung, das Defizit und die Schulden des Landes haben, zitiert die Zeitung "La Repubblica"aus einem Bericht der EU-Kommission. Damit werde Italien zu einer "Ansteckungsgefahr" für die Eurozone.


Es klingt wie vor dem Mindeskurs-Paukenschlag

"Wir sind jetzt noch nicht in einem Teufelskreis, aber wir sind nahe dran", malt der EZB-Chefvolkswirt Peter Praet den Teufel an die Wand. Zuvor hatte er bereits das nächste Langfristkreditprogramm für Banken angekündigt. Österreichs Franken-Kreditnehmer können ein Lied davon singen, dass sich Notenbanker am Ende ihrer Amtszeiten gerne um Kopf und Kragen reden.

Schadet das EZB-Trommelfeuer dem Euro?

Die EZB bereitet die Finanzmärkte gerade auf ein umfangreiches Lockerungspaket vor. Ziel: Die Wirtschaft vor dem Absaufen retten. Chefvolkswirt Peter Praet bezeichnete die Konjunkturabkühlung im Euroraum als "breiter und hartnäckiger als gedacht". Die Risiken hätten "zuletzt deutlich zugenommen", sagt der Belgier der Börsen-Zeitung.