Schweizer-Franken.eu - Prognosen EUR/CHF-Kurs

Analyse: So reagiert der EUR/CHF-Kurs auf Währungskrieg

Nach drei Wochen Anstieg tritt der Euro gegen den Schweizer Franken kürzer. Die Devisennotierung fällt von 1,1715 auf 1,1630 zurück. Österreichs Notenbankchef, EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny, hat den richtigen Riecher gehabt, als er vor einem Währungskrieg warnte. US-Präsident Trump bezichtigt die Europäer ihre Währungen und Zinsen nach unten zu manipulieren.

Hat die Schweiz überhaupt ein Interesse an EUR/CHF über 1,20?

Der Schweizer Finanzminister Ueli Maurer gibt zum zweiten Mal einen Wechselkurskommentar ab: Der Schweizer Franken sei gegen den Euro überbewertet. Eidgenössischen Unternehmen könnten aber mit dem derzeitigen Kurs (1,16-1,17) gut leben, erklärt Maurer gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Nach den Kommentaren sinkt der Euro-Franken-Kurs.

Sichere Häfen sind (noch) nicht gefragt

Der Euro verliert die Tuchfühlung mit der Marke von 1,17 Franken, und so fällt die Devisennotierung von 1,1715 auf 1,1602 zurück. Anleger trennen sich bisher nur halbherzig vom Schweizer Franken. Anders sieht es bei den Sicheren Häfen Gold und Japanischer Yen aus, die im Lichte kräftig steigender Aktienmärkte unter die Räder kommen.

Papiergeld ist King: Gold durchläuft derzeit trotz munter steigender Schulden, Papiergelddruckprogrammen und aufgeblähten Bilanzsummen der Notenbanken eine beispiellose Verlustserie. Der Goldpreis sank in den letzten drei Monaten von 1.365 US-Dollar auf 1.222 Dollar (-10,47%). Das gelbe Edelmetall ist aktuell so günstig wie letztes Mal vor einem Jahr.

Würde es den Schweizer Franken ähnlich hart treffen wie Gold, stünde der Euro-Franken-Kurs schon über 1,20. Devisenauguren wie UBS und Danske Bank rechnen damit, dass der Euro-Franken-Kurs über die frühere Stützgrenze steigen wird. Das ist natürlich keine Garantie, dass es auch so kommen wird. Genauso gut ist vorstellbar, dass Gold zurück über 1.300 Dollar klettert und der Euro-Franken-Kurs auf 1,10 fällt.

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