Schweizer-Franken.eu - Prognosen EUR/CHF-Kurs

Credit Suisse jagt CHF-Schuldnern Angst und Schrecken ein

Es läuft auf einen Wechselkurs 1 Euro = 1 Schweizer Franken hinaus. 2024 dürfte es soweit sein, sagt der Chefökonom der Credit Suisse, Claude Maurer, der Nachrichtenagentur awp. Für Österreichs verbleibende Franken-Kreditnehmer ist der Zug aber noch nicht abgefahren. Der Euro werde nämlich nicht schnurstracks fallen.

Zertrümmert die EZB-Brechstange den EUR/CHF-Kurs?

Der Euro fällt unter 1,12 Franken, nachdem EZB-Präsident Mario Draghi signalisiert, erneut Staatsanleihen zu kaufen. Damit ist eine Normalisierung der Geldpolitik endgültig vom Tisch. Macht der Italiener ernst und drückt die Beschlüsse noch vor dem Ende seiner Amtszeit durch den EZB-Rat, dürfte an einem Absinken des Euros unter 1,10 Franken kein Weg vorbeigehen.

Man habe noch sehr viel "Kopffreiheit", um mehr Anleihen zu kaufen, sagt Draghi. Auch könne man die Leitzinsen weiter senken. Der Einlagenzins ist aktuell bei -0,40%. Der Hauptrefinanzierungssatz, der eigentliche EZB-Leitzins, liegt bei 0%. Gut vorstellbar, dass man beide Sätze jeweils um 0,10% nach unten verschiebt.

Es muss bezweifelt werden, ob sich mit einer Verbreiterung des Negativzins-Regimes und einem neuen Gelddruckprogramm (QE2) die Wirtschaft der Eurozone wieder flottmachen lässt. Was man allerdings erreichen würde, wäre ein weiterer Anstieg die Immobilienpreise sowie eine Zementierung der unnatürlich hohen Kurse für Aktien, Staatsanleihen und Unternehmensanleihen.

EUR/CHF-Ausblick 2020

"Im Hauptszenario rechnen wir in den kommenden Monaten, dass das aktuelle Handelsband von EURCHF 1,1100 bis 1,1500 noch länger aufrecht bleibt, sagt Raiffeisen Salzburg. Bis Ende 2019 soll der Euro laut den neuen Wechselkursprognosen des Geldhauses am oberen Ende, also bei 1,15 Franken, stehen.

Aus der Sicht der Commerzbank sind EUR/CHF-Kurse bei 1,12 quasi in Stein gemeißelt. Das deutsche Geldhaus erwartet, dass die Devisennotierung bis Ende September 2020 auf diesem Niveau ausharren wird. Interessanterweise sieht die Commerzbank den Euro-Dollar-Kurs von aktuell 1,13 auf 1,22 steigen.