Teuerung Schweiz zieht an auf +0,6%
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Teuerung Schweiz zieht an auf +0,6%

Die Schweizer Teuerung steigt mit doppelt so schneller Geschwindigkeit wie im Vormonat. So lagen die Konsumentenpreise im März 2012 um +0,6 Prozent höher. Analysten waren von einem milderen Inflationsdruck von +0,4 Prozent ausgegangen. Im Februar 2012 hatte die Monatsteuerung bei +0,4 Prozent gelegen.

„Der Anstieg des Landesindexes ist hauptsächlich auf Erdölprodukte, Automobile und Bekleidung zurückzuführen“, meldet das Bundesamt für Statistik (BFS). Am ausgeprägtesten fällt der Preissprung in der Kategorie Bekleidung und Schuhe aus, wo es im Zuge der neuen Sommerkollektion um +7,2 Prozent nach oben ging. Benzin verteuerte sich um +4,6 Prozent, Diesel-Kraftstoff erhöhte sich um +0,5 Prozent.

Während die monatliche Teuerung Inflationsrisiken signalisiert, werden bei der Jahresteuerung Abwärtsrisiken für die Preisstabilität sichtbar. Im Februar 2012 fielen die Verbraucherpreise um -1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Deflationsgefahren geben der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Schießpulver, um den Mindestkurs bei EUR/CHF 1,2000 mit unbegrenzten Käufen von Fremdwährung zu verteidigen.


Der SNB passierte am Gründonnerstag ein Missgeschick beim Mindestkurs, nachdem sie die Statistiken über ihre Fremdwährungspositionen publizierte. Zwischen Ende Februar und Ende März erhöhte sich der Gegenwert der ausländischen Devisenreserven in den Tresoren der Nationalbank von 227,23 auf 237,45 Milliarden Franken.

Es ist der erste Anstieg der Devisenreserven in der Amtszeit von Interims-Chef Thomas Jordan. Dies zeigt, dass die Finanzmärkte den Mindestkurs nicht mehr so ohne weiteres akzeptieren wie zu Jahresbeginn, als die Fremdwährungsbestände von 254,20 auf 229,40 Milliarden Franken fielen.