Gute Nachrichten für Franken-Kreditnehmer in Österreich
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Gute Nachrichten für Franken-Kreditnehmer in Österreich

Die Vergabe von variablen Krediten werde durch das OGH-Verbot von Zinsuntergrenzen sicher nicht erleichtert, meint Andreas Treichl, Generaldirektor der Erste Group. Man werde den 350.000 betroffenen Kreditkunden bei der Erste Bank und den Sparkassen zu viel verrechnete Zinsen unaufgefordert bis Ende September zurückzahlen. Ferner kündigt der Erste-Chef an, die Vergabe von Krediten mit fixen Zinssatz zu forcieren.

 ➥  Wer von einem Franken-Kredit in ein variablen Euribor-Kredite konvertieren möchte, darf damit rechnen, dass ihm die Banken Knüppel zwischen die Beine werfen.

Weiterlesen: Erste-Group-Chef spricht von dummen Fremdwährungskrediten



Private Haushalte in Österreich müssen noch 20 Milliarden Euro in fremder Währung tilgen, teilt die Finanzmarktaufsicht (FMA) in Wien mit. Bei 96% der Verbindlichkeiten handelt es sich um Schulden in Schweizer Franken. Die restlichen 4%, also etwa 800 Millionen Euro, sind Yen-Kredite.

"Denn nach wie vor gebe es ein erhebliches Risiko, dass Wechselkursschwankungen die Rückzahlung des Kredites weiter verteuern", schrieb die FMA am 22. Juni 2017, als der Eurokurs bei 1,08 Franken stand.

 ➥  Die von der FMA heraufbeschworenen Gefahren haben sich nicht bewahrheitet. Stattdessen ist das Gegenteil passiert. Euro-Franken-Kurs und Euro-Yen-Kurs sind gestiegen, die Rückzahlung der Kredite ist deutlich günstiger geworden.

🔗 FMA-Erhebung zu Fremdwährungskrediten



"In vielen österreichischen Städten erreichen die Immobilienpreise neue Rekordwerte", berichtet immowelt.at. Salzburg ist mit 5.000 Euro pro Quadratmeter das teuerste Pflaster. In St. Pölten liegt der Quadratmeterpreis lediglich bei 1.870 Euro.

Dornbirn ist teurer als Wien, was einige auf die in Vorarlberg besonders kräftig ausgereichten Franken-Kredite zurückführen. Zwei Drittel der österreichweit angebotenen Immobilien liegen zwischen 3.540 Euro und 6.640 Euro pro Quadratmeter.

🔗 Höhenflug bei Immobilienkaufpreisen




Von Eigentümer selbst genutztes Wohneigentum hat sich in den letzten zweieinhalb Jahren um knapp 4% verteuert, wie aus dem Häuserpreisindex von Statistik Austria hervorgeht. Seitdem EZB-Chef Mario Draghi 2011 die Notenpresse angeschmissen hat, stiegen die Preise für Häuser und Wohnungen um 13%.

Die Europäische Zentralbank (EZB) warnte Ende 2016 davor, dass in acht europäischen Ländern (untern ihnen Österreich, jedoch nicht Deutschland) Immobilienblasen am entstehen sind.