Eurokurs fühlt sich pudelwohl bei 1,07 Franken
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Exportüberschüsse Triebfeder des Euro-Anstiegs...>
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Eurokurs fühlt sich pudelwohl bei 1,07 Franken

Die Schweizer Wirtschaft kommt mit dem Euro-Franken-Kurs besser zurecht erwartet. Der Swiss Market Index (SMI) steht kurz davor die mit der Mindestkurs-Aufhebung entstandenen Verluste wettzumachen. Bei der Konjunkturforschungsstelle (KOF) in Zürich hat in den letzten Jahren schon schlimmere Wirtschaftsabschwünge gesehen. Mit einem Eurokurs knapp unter 1,10 Franken sei alles in Butter, sagt die Deutsche Bank.

Aktuell notiert der Euro-Franken-Kurs bei 1,06-1,07. Die im SMI zusammengefassten größten Unternehmen der Schweiz können damit offenbar gut leben. Der Aktienindex kletterte zwischen dem 16. Januar 2015 (Tag nach der Mindestkurs-Aufhebung) und 27. Februar 2015 von 7.899,59 Punkte auf 9.014,53 Zähler (+14,11 Prozent).

In der Eidgenossenschaft arbeiten die Unternehmen derzeit mit Hochdruck daran ihre Produktivität zu steigern. Ein beliebtes Mittel der Firmen ist die wöchentliche Arbeitszeit auf 43 bis 44 Stunden nach oben zu schrauben. Auch finden Lohnkürzungen für die Konzernleitung statt. Der Staat hilft mit Kurzarbeitergeld und Bürokratieabbau.


Dass die Schweiz auf einem guten Weg ist sich mit einem freien Wechselkurs zu arrangieren, unterstreicht das KOF-Konjunkturbarometer. Der Index sank zwar im Februar 2015 um 6,0 Zähler auf 90,1 Punkte. Allerdings fällt der Rückgang geringer aus als von Ökonomen prognostiziert. Die Stimmung in der Schweizer Wirtschaft ist nicht so schlecht wie im Sommer 2011, als der Euro-Franken-Kurs auf 1,01 und das Konjunkturbarometer auf 83,5 Zähler einbrach.

Gemäß einer aktuellen Analyse der Deutschen Bank ist der Euro-Franken-Kurs bei knapp 1,10 fair bewertet. Hierbei handele es sich um ein Kursniveau, dass dem gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht entspreche (FEER). Damit der Wechselkurs über 1,10 steigen kann, müsse es zu einem breit angelegten Wirtschaftsaufschwung im Euroraum kommen, sagen die Analysten der Deutschen Bank.

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