Der Eurokurs sinkt auf 1,2113 CHF, SNB häuft Devisen an
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Der Eurokurs sinkt auf 1,2113 CHF, SNB häuft Devisen an


Der Eurokurs fällt von 1,2134 auf 1,2113 CHF. Gleichzeitig klettern die Währungsreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Zwar hat die SNB im September weniger stark intervenieren müssen, um den Mindestkurs bei 1,20 zu verteidigen. Allerdings hat sie den Anstieg des Euros von 1,2008 auf zwischenzeitlich 1,2182 CHF auch nicht genutzt, um ausländischen Devisen abzustoßen

Die nach den Standards des Internationalen Währungsfonds berechneten Devisenreserven kletterten um rund neun Milliarden auf 429 Milliarden Franken. Der Anstieg kommt ein wenig überraschend. Seit Anfang September weilt der Eurokurs im Kursbereich um 1,21 CHF. Es hat die meiste Zeit keine unmittelbare Bedrohung für die Untergrenze und die damit verbundene Notwendigkeit zur Anhäufung von Währungsreserven gegeben.

Bei der Schweizer Großbank UBS führt man den Anstieg der Fremdwährungsbestände nicht nur auf Devisenkäufe zurück. In den Tresoren der SNB schlummerten auch aufgrund von Markteffekten mehr Euros, Dollars, Pfunds und Yens, sagt UBS-Volkswirt Reto Hünerwadel. Das Währungsportfolio der SNB könnte aufgrund von Schwankungen bei Nicht-Euro Devisen gestiegen sein. Möglich ist auch, dass die Geschäftsbanken im Rahmen von Refinanzierungsgeschäften ihre Guthaben gegenüber der SNB erhöhten.

Am Devisenmarkt wartet man derweil auf das letzte Großevent der Woche, nämlich die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichtes. Ökonomen rechnen mit der Schaffung von 114.000 Jobs und einen Anstieg der Arbeitslosenrate um 0,1 auf 8,2 Prozent. Die mit den Arbeitslosenzahlen einhergehenden Schwankungen könnten als Impulsgeber für den Eurokurs CHF fungieren. Das Devisenpaar notiert seit Donnerstagnachmittag in einer recht engen Handelsspanne zwischen 1,2105 und 1,2115.