Deutsche Konsumlaune Hui, Schweizer Verbraucherstimmung Pfui
+++ Euro mit Wochenschluss bei 1,1580 Franken +++
Hochstimmung: Der Euro nimmt Kurs auf 1,20 Franken...>
Home » » Deutsche Konsumlaune Hui, Schweizer Verbraucherstimmung Pfui

Deutsche Konsumlaune Hui, Schweizer Verbraucherstimmung Pfui

Die Stimmung der deutschen Verbraucher bleibt gut. Anders sieht es in der Schweiz aus. In der Alpenrepublik schwächt sich der Konsumindikator deutlich stärker ab als von Ökonomen prognostiziert. Am Devisenmarkt harrt der Eurokurs knapp unter der Marke von 1,21 Franken. Das Währungspaar notiert um 10:45 Uhr bei EUR/CHF 1,2094. Der Euro Wechselkurs zum Dollar steht bei 1,2900.

„Das Konsumklima zeigt sich insgesamt unverändert. Dies liegt auch daran, dass die Sparneigung der Bürger nach wie vor rückläufig ist und damit die Konsumstimmung stützt“, teilt die GfK mit. Der Konsumklimaindex bleibt bei 5,9 Punkten stabil. Dazu trage die niedrige Sparneigung der Verbraucher bei. Wegen der Schuldenkrise tendierten die Deutschen eher dazu, ihr Geld zu investieren statt auf Bankkonten schlummern zu lassen.

Anders sieht es in der Schweiz aus. Der UBS Konsumindikator verzeichnete im August einen starken Rückgang von 1,48 auf 1,03 Zähler. Die Anzahl der Logiernächte ausländischer Gäste lagen im Sommer um sieben Prozent unter dem Vorjahreswert. Bei den inländischen Hotelübernachtungen gab es einen Rückgang von fünf Prozent.

Der starke Franken und die Rezession in Europa mache sich mittlerweile deutlich in den Hotelübernachtungen bemerkbar, schreiben die UBS-Ökonomen. Die Geschäftslage im Detailhandel trübte sich ebenfalls ein, die Kreditkartenumsätze gingen zurück. Nur die Immatrikulationen von Neuwagen zeigten im August nach oben.

Wegen der europäischen Schuldenkrise und der schleppenden Entwicklung der Weltwirtschaft senkt die UBS die Prognose für das Schweizer Wirtschaftswachstum. Das größte Geldhaus der Eidgenossenschaft verringert den Ausblick für 2012 von 1,3 auf 1,1 Prozent. Die Teuerungsprognose liegt bei -0,5 Prozent. Man rechnet mit einer Arbeitslosenrate von 2,9 Prozent im Jahresmittel.