Arbeitslosigkeit auf 10-Monats-Hoch
+++ Euro steigt kurz auf 1,1630 Franken +++
Euro klettert auf 1,1630 Franken hoch (34-Monatshoch)...>
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Arbeitslosigkeit auf 10-Monats-Hoch

Die Schweizer Arbeitslosenquote klettert von 3,3 auf 3,4 Prozent. Damit ist in der Eidgenossenschaft die Arbeitslosigkeit so hoch wie zuletzt vor zehn Monaten. Im Vergleich zur Eurozone handelt es sich jedoch um ein Luxusproblem. In den 17 Euroländern liegt die Arbeitslosenrate bei 10,4 Prozent und ist weit von der Vier-Prozent-Marke entfernt, ab der für Volkswirte die Vollbeschäftigung beginnt.

Unterdessen schnuppert der Tageskurs des Euro gegenüber dem Schweizer Franken ein wenig Höhenluft und klettert über die Marke von EUR/CHF 1,21. So steigt der Eurokurs auf 1,2125 CHF und erreicht ein Drei-Wochen-Hoch. Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Thomas Jordan, bekräftigt den Mindestkurs bei EUR/CHF 1,2000.

„Die Einführung einer Wechselkursuntergrenze habe die Investitionsplanung der exportorientierten Unternehmen erleichtert“, sagt Jordan in einer Rede bei der schweizerischen-amerikanischen Handelskammer in Genf. „Darüber hinaus konnte das Risiko einer deflationären Entwicklung sowie schwerwiegender struktureller Schäden der Schweizer Volkswirtschaft reduziert werden“.

Der interimistische Gouverneur der Nationalbank hält sich zusätzliche Maßnahmen in Bezug auf den Eurokurs CHF offen. Man sei bereit weitere Schritte einzuleiten, falls Wirtschaftsaussichten und Deflationsrisiken es erforderten. Damit spielt Jordan auf Spekulationen über einen Anhebung des Mindestkurses auf 1,25 oder gar 1,30 CHF an.

Durch die Verringerung ihrer Euro-Bestände hätte die Nationalbank die Möglichkeit auch eine Wechselkursuntergrenze bei 1,25 CHF durchzusetzen. Allerdings setzt man auf ein Einlenken des Euro CHF Kurses aus eigener Kraft. Darüber hinaus könnte es erheblich aufwendiger werden einen höher liegenden Mindestkurs zu verteidigen, wenn Griechenland seinen Bankrott erklärte.

Die Arbeitslosenrate werde 2012 auf durchschnittlich 3,6 Prozent steigen, prognostiziert das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Im letzten Jahr waren in der Eidgenossenschaft bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) 3,1 Prozent der Beschäftigten als arbeitslos registriert. Seit Oktober 2011 bewegt sich die Arbeitslosenquote nach oben.