Ohne faule Kredite wäre es eine Euro-Rallye
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Tücken des deutschen Wahlergebnis für den EUR/CHF-Kurs...>
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Ohne faule Kredite wäre es eine Euro-Rallye

Der konjunkturelle Ausblick aus der Eurozone überzeugt. Die Wirtschaftsstimmung ist auf einem 6-Jahreshoch. Auch das viele EZB-Zentralbank fließt in Strömen dorthin, wo es hin soll. Wären da nicht die faulen Kredite der Banken, die dreimal so hoch sind wie in den USA und Japan, wäre der EUR/CHF-Kurs schon längst über 1,10.

Unternehmen und private Haushalte sind optimistisch: Der Wirtschaftsstimmungs-Indikator der EU-Kommission klettert auf den höchsten Stand seit März 2011. Untermauert wird die gute Stimmung von der höheren Kreditvergabe an private Haushalte im Januar. Banken haben auch ein Unternehmen konstant hohes Kreditvolumen ausgereicht, teilt die EZB mit.

Probleme macht noch der Berg an faulen Krediten, den die Banken in der Eurozone vor sich herschieben. Es handelt sich um eine Summe von 1.000 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von 5% am gesamten Kreditvolumen. Das Verhältnis ist deutlich zu hoch. In den USA und Japan haben die Banken weniger als 2% notleidende Kredite in den Büchern.


Es ist nicht vermessen zu sagen, dass der EUR/CHF-Kurs wahrscheinlich schon längst über 1,10 wäre, gäbe es einen Mechanismus zum Abbau der faulen Kredite. Die Banken könnten ihre Kapitalkosten senken und noch mehr neue Kredite in den Wirtschaftskreislauf pumpen. Doch genau an dieser Stelle steckt die Eurozone in einer Sackgasse.

Die faulen Kredite ließen sich wegbekommen, würde man die Aktionäre und Fremdkapitalgeber der Banken sowie die Sparer mit mehr als 100.000 Euro zur Kasse bitten. Das will aber niemand tun, wie das Beispiel Monte Paschi zeigt. Also muss der Staat mit Schenkungen einspringen. Das können sich die Länder mit den meisten faulen Krediten im Bankensektor (Italien, Spanien und Portugal) aber nicht leisten.

Es braucht somit eine europäische Lösung, d. h. ein Teil der faulen Kredite aus dem Süden muss den Euro-Nordstaaten in irgendeiner Form aufgebürdet werden. Das dürfte aber erst nach der deutschen Bundestagswahl im Herbst machbar sein.