Schweizer Detailhandel bedankt sich für den Mindestkurs
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Tücken des deutschen Wahlergebnis für den EUR/CHF-Kurs...>
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Schweizer Detailhandel bedankt sich für den Mindestkurs

Nicht nur die Exportwirtschaft profitiert von der Einführung des Mindestkurses. Auch dem Schweizer Detailhandel kommt die bei 1,20 pro Euro festgeschriebene Untergrenze zu Gute. Zu dieser Schlussfolgerung kommt die UBS. Derweil macht es sich das Devisenpaar EUR/CHF unter 1,21 gemütlich. Die Aufwärtstendenzen sind mittlerweile verfolgen.

Die Geschäftslage im Detailhandel hat sich im September verbessert, berichtet der eidgenössische Bankriese im Rahmen der Veröffentlichung seines Konsumindikators. „Ein Grund hierfür dürfte die Wechselkursstabilität aufgrund der Kursuntergrenze zum Euro sein, schreibt der UBS Ökonom Caesar Lack.

Über die Einführung Mindestkurs hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Geldmenge extrem ausgeweitet, Deflationsgefahren zu bekämpfen. Mittlerweile lasten nicht mehr rückläufige Preise auf dem Detailhandel, durch die die Gewinnmargen sinken. Wenn Deflationsdruck herrscht, neigen Konsumenten dazu Kaufentscheidungen aufzuschieben, weil sie erwarten ein Produkt in naher Zukunft günstiger erwerben zu können.

Teuerung Schweiz (Jahresraten)

Die jährliche Teuerung in der Schweiz kletterte seit Jahresbeginn von -0,8 auf -0,4 Prozent. Die monatliche Teuerung lag im September mit 0,4 Prozent das erste Mal seit fünf Monaten wieder im positiven Terrain. Devisenexperten schauen sich die Inflationsentwicklung sehr genau an, um Schlussfolgerungen über ein Ende des Mindestkurses zu erhalten.

Wenn die jährliche Teuerung 2013 oder 2014 auf 1,0 Prozent klettern sollte, könnte sich das Ende der Untergrenze abzeichnen. Die SNB könnte fortan auf internationaler Bühne nicht länger anführen, dass sie am Devisenmarkt interveniert, um Deflationsrisiken zu bekämpfen.