Neues Euro Franken Rekordtief bei 1,1028
Home » » Neues Euro Franken Rekordtief bei 1,1028

Neues Euro Franken Rekordtief bei 1,1028


Der Eurokurs fällt auf 1,1028 CHF. Zum Monatsauftakt erreicht die europäische Gemeinschaftswährung ein frisches Rekordtief. Damit kostet der Schweizer Franken 90,68 Euro-Cents. Der Schuldenstreit zwischen Demokraten und Republikanern ist beigelegt. Die politischen Lager einigten sich auf eine Anhebung der Schuldengrenze auf 16,4 Billionen Dollar und Ausgabenkürzungen in Höhe von 2,5 Billionen Dollar.

Schwache Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten bereiten einer kurzzeitigen Erholung an den Finanzmärkten ein rasches Ende. Die Angst vor einer Rezession geht um. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel von 55,3 auf 50,9 Punkte. Analysten hatten mit einem Wert von 55,0 Punkten gerechnet für den Berichtsmonat Juli 2011.

Der ISM gilt als zuverlässiger Frühindikator. Indexstände unterhalb von 50 Punkten signalisieren rezessive Tendenzen. Nach schwachen US-Wachstumszahlen für die ersten beiden Quartal 2011, sieht es nach einem erneuten Abtauchen in eine Rezession (Double-Dip) aus. Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich im ersten Quartal 2011 lediglich um +0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal und im zweiten Quartal in Höhe von +0,33 Prozent.

Am Devisenmarkt sind die großen Gewinne der Schweizer Franken und der Japanische Yen. Beide Währungen gelten als besonders sicher und profitieren regelmäßig von Krisen und schwachen Wachstumsperspektiven. So fällt der Dollarkurs auf 0,7730 CHF. Damit hat der Franken einen Gegenwert von 1,2937 US-Dollar.

Für den Euroraum ist eine Abschwächung des US-Wachstums ebenfalls sehr bedrohlich. Wenn die größte Volkswirtschaft der Erde in eine Rezession abgleitet, dann könnte das für den derzeitigen Zustand des europäischen Währungsraums fatal sein. Die schwächeren Euroländer im Süden dürften unter solchen Umständen kaum ihre Wachstums- und Sparziele erreichen.