Der EUR/CHF-Chart zeigt die Interventionszone der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Sie beginnt bei 0,9180. Diese Marke hatte die SNB im November 2025 erfolgreich verteidigt.
Aktuell sind die SNB-Devisenhändler wieder gefordert. Dieses Mal hat man offenbar 0,9160 abgesteckt. Dreimal prallte der EUR/CHF-Kurs an dieser Stelle hoch.
Das Rekordtief zum Franken ist für den Euro ein Makel
Trump gibt grünes Licht den US-Dollars zu schwächen (siehe unten). Bisher profitiert der Schweizer Franken davon stärker als der Euro. Seine Aufwertung gegenüber dem Greenback ist höher, was dazu führt, dass der EUR/CHF-Kurs auf 0,9160 fällt.
Nach einigen Handel-Sessions könnte das aber anders aussehen. Dann dürfte unter dem Strich eine stärkere Euro-Aufwertung stehen. Der Eurokurs ist aktuell dabei sich zu erholen. Er notiert im asiatischen Handel bei 0,9190 CHF.
Der Euro-Dollar-Kurs steigt kurz auf knapp 1,21. USD/CHF stürzt auf 0,76 ab.
Trump über US-Dollar:
"Ich finde das großartig", sagte Trump über den schwächeren Dollar. "Ich meine, der Wert des Dollars – schauen Sie sich an, welche Geschäfte wir machen. Nein, der Dollar läuft großartig. Wissen Sie, es ist sehr interessant: Wenn man sich China oder Japan ansieht, habe ich früher wie verrückt mit ihnen gekämpft, weil sie ihren Yen immer abwerten wollten ... das wissen Sie, den Yen und Yuan, und sie wollten ihn immer abwerten. Sie werten ab, werten ab, werten ab. Und ich sagte: 'Das ist nicht fair.' Sie werten ab, denn es ist schwer zu konkurrieren, wenn sie abwerten."
Schweizer Franken drückt Euro auf Allzeittief bei 0,9160
Der Eurokurs sinkt auf 0,9160 CHF. Das ist der tiefste je dagewesene Wechselkurs, zu denen die beiden Währungen jemals quotiert wurden.
Der Euro-Dollar-Kurs klettert mit 1,1950 auf den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren. Der Dollar-Franken-Kurs stürzt auf 0,7670 ab. USD/CHF ist damit auf dem tiefstem Stand seit vierzehneinhalb Jahren.
Spielt der Devisenmarkt verrückt?
Raus aus dem US-Dollar und weiter auf jeden Fall draußen bleiben aus dem Japanischen Yen. Die USA haben 35 Billionen Dollar Staatsschulden aufgehäuft, Japan 10 Billionen Dollar.
Beiden Länder wollen tiefere Zinsen zahlen. Daraus wird aber nichts. Stattdessen sind in den Staatsanleihen dieser beiden Ex-Sicheren-Häfen-Währungen Risikoprämien.
Der auf 5000 Dollar gestiegene Goldpreis stellt sich damit als Vorbote einer längeren Dollar-Abwertung heraus.
Euro steht vor plötzlichem Anstieg auf 0,93 CHF
Ein Euro-Franken-Kurs nahe Rekordtief und ein Euro-Dollar-Kurs, der im Gang ist auf 1,20 zu steigen und damit knapp 20 Cents höher ist als vor einem Jahr, leuchten nicht ein.
Das Missverhältnis ist bereits dabei sich aufzulösen. Der Eurokurs notiert aktuell mit steigender Tendenz bei 0,9230. Das ist ein halber Rappen höher als am Vortag.
Es ist noch mehr Platz nach oben. Mit einem Anstieg auf 0,9300 bis 0,9320 ist jederzeit zu rechnen. Bis zum Ende des ersten Quartals 2026 muss man dem Euro sogar ein Anstieg auf 0,95 CHF zutrauen.
Thick Area: Marktzonen, die durch hohe Liquidität, starkes Handelsvolumen und enge Geld-Brief-Spannen gekennzeichnet sind. Diese Zonen stellen Bereiche dar, in denen Preiskonsolidierung stattgefunden hat und Käufer und Verkäufer eine vorübergehende Übereinkunft über den Wert erzielt haben, wobei sie oft als Magneten für Kursbewegungen fungieren.
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CHF-Rekordkurse dank Goldrausch
Im europäischen Handel fällt der EUR/CHF-Kurs zum zweiten Mal unter 0,92. Auch dieser Ausflug ist kurz. Er dauert nur ein paar Stunden.
Konjunkturdaten sollte man dem Rückgang des Euro nicht zuschreiben. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone und der ifo-Geschäftsklima für Deutschland lagen leicht unter den Erwartungen.
Das könnte mit der Ankündigung Trumps, Strafzölle gegen Nato-Länder zu erheben, zusammenhängen. Inzwischen sind diese Zölle wieder vom Tisch. PMI und ifo sind umfragbasierte Konjunkturdaten.
Rekordjagd
Der Schweizer Franken profitiert vielmehr von der Flucht in Gold, Silber und Platin. Jedoch sind die Gewinne des CHF im Vergleich zu den Edelmetallen winzig.
Gleichwohl steht der Franken zum Euro kurz vor einem Rekord. Fällt EUR/CHF unter 0,9180, wäre der Franken so stark wie noch nie.
Gegenüber dem US-Dollar ist der Franken aktuell mit knapp 0,78 CHF per 1 USD so stark wie seit 15 Jahren nicht mehr.
Euro sinkt auf 0,9185 CHF: SNB wird aktiv
Der Euro fällt im asiatischen Handel auf 0,9185 CHF: Er bleibt nur kurze Zeit unter der Marke von 0,92. Die Niederlassung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in Singapur dürfte dazu beigetragen haben.
Der Goldpreis klettert mit Leichtigkeit über 5000 US-Dollar und nimmt beinahe auch noch die 5.100-Dollar-Marke.
Die USA stehen vor einem neuen Shutdown wegen einer innenpolitischen Auseinandersetzung in Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen in Minnesota. Viele Behörden könnten bereits am Freitag erneut geschlossen werden.
Darüber hinaus gibt es hartnäckige Gerüchte, dass US-Notenbank (Fed) und Bank von Japan (BoJ) kurz davor stehen, massiv am Devisenmarkt zu intervenieren. Hintergrund ist der extrem schwache Yen.
Wenn es dazu kommt, müsste US-Finanzminister Bessent theoretisch sein Land auf die Liste der Währungsmanipulatoren setzen. Denn das Ziel der New Yorker Fed, die für Interventionen am Devisenmarkt zuständig ist, wäre eine Abschwächung des US-Dollar zum Yen.
Bessent hatte die Schweiz Mitte 2025 auf die Überwachungsliste des US-Finanzministeriums gesetzt.
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Der Schweizer Franken macht in einer Rekordwoche für Gold und Silber seine Sicheren-Hafen-Qualitäten geltend. Dies führt zu einem Rückgang des Euros auf 0,9215 CHF. Das ist der tiefste Stand seit zwei Monaten.
Gold steht kurz davor die 5000-Dollar-Marke zu knacken. Silber steigt über 100 US-Dollar/Feinunze. Unter den wichtigen Papiergeldwährungen ist der Franken der letzte sicherer Hafen. Im US-Dollar und Japanischen Yen sind Risikoprämien. Das zeigen die Bondmärkte.
Der vom EUR/CHF-Kurs anvisierte Anstieg auf 0,94 ist vertagt. Allerdings muss man sich um die Gemeinschaftswährung aktuell keine Sorgen. Der EUR/USD-Kurs klettert mit 1,18 auf den höchsten Stand seit vier Monaten.
Weil der Franken noch kräftiger auf 0,78 CHF per 1 USD aufwertet (15-Jahres-Hoch), steht unter dem Strich eine negative EUR/CHF-Kursentwicklung.
Der Fokus richtet sich jetzt auf die Marke 0,92. Dreimal fand der Euro im letzten Jahr an ihr Support. Darauf folgten Anstieg um 1,8 bis zwei Prozent. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) dürfte jedes Mal mit Deviseninterventionen mitgeholfen haben.





