Steigt der Wert des Schweizer Franken ins Unermessliche, wenn die USA Grönland annektieren? Das hängt davon ab, ob die Natio an einem solchen Eigentümerwechsel zerbricht und der Euro plötzlich ohne Sicherheitsgarantien dasteht.
Wenn Venezuela und Kuba auf Kurs der USA sind, könnte Grönland folgen. Präsident Donald Trump nennt auch schon ein Datum: In zwei Monaten werde er sich wieder mit Grönland, das die USA wegen Gründen der nationalen Sicherheit unter ihre Kontrolle bringen wollen, befassen.
Die Schweiz friert derweil die Assets von Ex-Präsident Nicolas Maduro und mit ihm vernetzter Personen ein, während die USA Venezuelas Ölexporte kontrollieren. Maduros Vorgänger, der charismatische Hugo Chavez, hatte mit Fidel Castro ein Tauschprogramm vereinbart.
Venezuela schickt Kuba Öl, Kuba schickt Venezuela Ärzte, technische Spezialisten (Spionage-Abwehr-Experten) und Sportprofis. An dieser Vereinbarung hatte Maduro festgehalten. Die neue Lage sieht nun aber so aus, das Kuba wegen der US-Intervention kein Öl mehr aus Venezuela bekommt.
Die US-Regierung sieht offenbar die Zeit gekommen, Kubas Kommunisten von der Macht zu verdrängen. Ein Umsturz wäre, wie die Venezuela-Intervention, eine innere Angelegenheit der "Americas" und dürfte den Schweizer Franken daher kaum merklich aufwerten lassen.
Im Falle von Grönland sieht es anders aus. Laut der dänischen Ministerpräsident fiele die Nato bei einem Eigentümerwechsel Grönlands auseinander. Die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaute Sicherheitsarchitektur wäre hinfällig, warnt Mette Frederiksen.
Die USA sagen das Gegenteil. Sie bräuchten Grönland und die Arktis, um die Nato zu beschützen, erklärt Präsidentschaftsberater Stephen Miller. Er frage sich, was die Basis dafür sei, das Grönland eine Kolonie Dänemarks sei. Und weiter:
"Niemand wird wegen der Zukunft Grönlands militärisch gegen die USA kämpfen."
EUR/CHF-Reaktion
- Verleiben sich die USA Grönland ein, ist das zunächst einmal ein Schock. Er führt zu einer deutlichen Aufwertung des Schweizer Frankens. Der Eurokurs dürfte unter 0,90 CHF fallen.
- Wenn sich in den Wochen danach herausstellt, dass der Eigentuümerwechsel keine negativen Auswirkungen auf des Funktionieren der Nato hat, wäre eine Erholung des Euros angezeigt.
- Der schockartige Rückgang des EUR/CHF-Kurses unter 0,90 als erste Reaktion wäre ein heißer Kandidat für den Tiefpunkt des fünften EUR/CHF-Zyklus. Dem würde ein Anstieg auf 0,98 folgen.
