Euro Franken Entwicklung / CHF Prognose Februar 2026

Wenn sich die Artikel über den starken Schweizer Franken in großen Tageszeitungen und auf Börsen-Webseiten häufen (siehe unten), ist die Wende oft nicht mehr weit. Noch steht allerdings eine "massive Armada" dem Euro im Weg.

"Immer wenn Unsicherheit in der Welt herrscht, wertet der Schweizer Franken auf, und das macht die Geldpolitik für die Schweizerische Nationalbank komplizierter." Dies sagte Martin Schlegel, Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), letzte Woche in Davon im CNBC-Interview.

Der Eurokurs sank am 28. Januar auf ein Allzeittief bei 0,9160 CHF. Der Dollar-Franken-Kurs ist zwar "nur" auf einem 15-Jahrestief. Er hat aber während des Goldrausches stärker zum Franken abgewertet als der Euro. USD/CHF fiel auf 0,76.

Als sich zur Wochenmitte eine gewisse Entspannung abzeichnete. Gold und Silber kamen von ihren Rekordhochs etwas runter. Der Eurokurs stieg Intraday zweimal auf 0,9210 CHF. Dann platzte diese Nachricht rein:

Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, dass eine "massive Armada" in Richtung Iran unterwegs sei, und warnte Teheran, einen Atomabkommen abzuschließen, andernfalls werde der nächste Angriff "weitaus schlimmer" ausfallen.    

Seit der Armada-News steigt der Goldpreis stärker als Silber. Das war zuvor anders. Da hatte das Gold das kleinen Mannes (Silber) stärker zugelegt. Infolge fiel das Gold-Silber-Verhältnis, so wie der USD/CHF-Kurs, auf ein 15-Jahrestief bei 44.

Flächendiagramme Goldpreis, Silberpreis, EUR/CHF-Kurs, USD/CHF-Kurs

Die gegenwärtige Frankenstärke zum Euro steht wegen des Goldrausches und der Unsicherheit in der Welt (Iran) auf wackligen Beinen. Ferner ist auch der Euro stark. Er stieg gerade zum US-Dollar auf ein 5-Jahreshoch bei 1,21 Der Euro-Yen-Kurs kletterte letzte Woche auf ein Allzeithoch bei 187.

Man muss mit einem Bounce des Euro-Franken-Kurs auf 0,93-0,95 rechnen, sobald es die Nachrichtenlage über geopolitische Risiken zulässt.

Gefährlich für den Euro noch tiefer abzusinken, wird es nur, wenn sich der französische Notenbankchef, EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau, mit seiner Position durchsetzt. Galhau will sich wegen des starken Euros zum US-Dollar eines Kniffs bedienen und den EZB-Leitzins senken.

Der Franzose war der Erste, der an die Medien ging und vor dem Anstieg des Euro auf 1,21 Dollar warnte. Aus der Sicht von privaten Haushalten ist das extrem ärgerlich. Der starke Euro dämpft Energie-, Sprit- und Rohstoffpreise. Im Supermarkt und an der Tankstelle gäbe es Preissenkungen.

Noch gibt es allerdings keine Anzeichen dafür, dass die EZB wegen der Euro-Stärke zum Dollar vor hat, ihren Leitzins zu senken. Solange das so bleibt, hat der Euro gute Chancen seine Verluste zum Franken wieder wettzumachen und auf 0,93, möglicherweise sogar auf 0,95 bis zum 2. Quartal 2026, zu steigen.


Artikel: