Fällt der Euro jetzt in die rote Zone?
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Fällt der Euro jetzt in die rote Zone?

Die Kursverluste des Euro gegenüber dem Schweizer Franken sind die größten seit vier Monaten. Nach kurzem Seitwärtsverlauf zur Wochenmitte fällt die Gemeinschaftswährung auf 0,9630 CHF.

Der Schweizer Franken sei die Währung mit der besten Wertentwicklung. Er habe seit Jahresbeginn gegenüber allen wichtigen Währungen außer dem britischen Pfund zugelegt, teilt Bloomberg mit.

Leichtes Spiel hat der Franken mit US-Dollar und Euro. Den beiden größten Währungen der Welt fehlt es an Substanz. Sie verhalten sich wie Pest und Cholera zueinander.

Der Dollar fällt zum CHF auf den tiefsten Stand seit acht Jahren. Der Euro, der nicht minder unter der radikalen Geldpolitik der letzten Dekade und des nie dagewesenen Auftürmens von Staatsschulden ächzt, ist ebenfalls unterwegs Richtung Rekordtiefs.

Weiterlesen: Schweizer Franken mit Hammer-Kursziel

EUR CHF Entwicklung abwärtsgerichtet

Der Rückgang des Euro-Franken-Kurses in die rote Zone bei 0,94-0,95 könnte vorgezogen werden. Bisher sah es so aus, dass der Euro im Herbst/Winter diesen wegen des hohen Inflationsunterschieds unvermeidlichen Abstieg antritt.

Das plötzliche Stärkerwerden des Schweizer Franken ist jedoch ein Indiz dafür, dass die Zeit für einen Abstieg in die rote Zone bereits reif sein könne. Der Eurokurs hat gerade zwei wichtige horizontale Unterstützungen bei 0,9670 und 0,9640 durchbrochen.

Damit wird ein Rückgang auf 0,9520 bis Ende August angezeigt. Gelingt es dem Eurokurs die Untersützungen durch einen Anstieg auf 0,97 CHF wieder einzusetzen, wären im August noch einmal kurz Kurse von 0,9850-0,99 drin.

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