Eurokurs springt auf 1,01 CHF hoch: Jetzt wird's spannend
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Eurokurs springt auf 1,01 CHF hoch: Jetzt wird's spannend

Die Kursgewinne des Euro sind wegweisend. Plötzlich ist der Schweizer Franken riskant. Er gibt die Parität auf und zieht sich auf 1,01 CHF per 1 Euro zurück. Ist das erst der Anfang? Oder hat sich der Euro übernommen?

"Ein Euro kostet wieder leicht mehr als einen Franken", schildert die Neue Zürcher Zeitung die aktuelle Lage. Der Anstieg auf Parität zeige, dass der Devisenmarkt Europa wieder Zuversicht schenke, meint das Blatt.

Was passiert ist:

  • Mit einem moderaten Anstieg um einen Rappen auf gut 0,99 CHF deutet der Euro zwischen dem 5. Januar und 10. Januar seine Ambitionen an.
  • Am Mittwoch (11.01.) kommt es dann zum Breakout. Der Wechselkurs schießt in sieben Stunden von 0,9900 auf 1,0020 hoch.
  • Der Eurokurs bleibt am Ball und setzt seinen Anstieg am nächsten Tag fort. Am Freitagmorgen gipfelt er schließlich bei 1,01 CHF (6-Monatshoch).
  • In den verbleibenden 15 Stunden bis zum Wochenende sinkt der EUR/CHF-Kurs auf 1,0030.

Die Nachrichtenagentur awp spricht angesichts des Rückgangs von 1,01 auf 1,0030 von einem Abwärtstrend. "Gegenüber dem Franken setzte der Euro am Abend seinen Abwärtstrend fort", heißt es in dem Devisenbericht.

Pro und Contra

Dem neuen EUR/CHF-Ausblick der Société Générale zufolge muss sich der Euro keine Sorgen machen. Er werde in Richtung 1,02 Franken steigen, erwarten die Devisenexperten der Großbank.

Die Gefahr eines Fehlausbruchs lässt sich allerdings nicht von der Hand weisen. Advokaten eines erneuten Absackens des EUR/CHF unter Parität verweisen auf die Schweizerische Nationalbank (SNB).

Die SNB könne angesichts des 1 zu 1 beim Wechselkurs auf die Tube drücken und sich von vielen ihrer Euro-Devisenreserven trennen. Nehme die SNB die Rolle als große Euro-Verkäuferin an, werde EUR/CHF sinken, so die Argumentation.

So schnell schießen die Preußen (bzw. die Schweizer Notenbanker) nicht, meint die Anhängerschaft des Euro. Die Aufwärtsdynamik, in die der Euro jetzt eingetreten ist, werde Wochen, möglicherweise sogar Monate dauern.

Fazit

Wenn es wirklich gut für den Euro läuft, wird er sich bis ins zweite Quartal hinein über 1,00 CHF halten. Währenddessen, und im Einklang mit der charttechnischen Konstellation, sind sporadische Anstiege bis auf 1,04 CHF möglich.

Eines ist aber so sicher wie das Amen in der Kirche: Der Schweizer Franken wird den Eurokurs früher oder später erneut unter Parität drücken. Der Franken bleibt die bessere Währung.

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