ūüēá EU-Rahmenabkommen: Schweizer Franken weinender Dritter
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ūüēá EU-Rahmenabkommen: Schweizer Franken weinender Dritter

Weil die Schweiz die Verhandlungen √ľber das EU-Rahmenabkommen diesen Mittwoch abbrechen d√ľrfte, blinken beim Euro-Franken-Kurs die Alarmsignale. Ein Scheitern h√§tte laut einem geheimen Berner-Regierungspapier schwerwiegende Folgen f√ľr den Wirtschaftsstandort Schweiz. Auch f√ľr den Franken?

Die Schweizer Regierung, der Bundesrat, werde am Mittwoch die Verhandlungen abbrechen und das Rahmenabkommen beerdigen, berichtet die "Sonntagszeitung". Es sei praktisch ausgeschlossen, dass der Bundesrat in letzter Minute noch zur√ľckschrecke und einen neuen Verhandlungsversuch starte.

Bei der Sache mit dem gescheiterten EU-Rahmenabkommen handelt es sich um etwas Fundamentales mit lang anhaltenden Folgen. Es k√∂nnte eine Art Gegenspieler der niedrigen Schweizer Inflation, die den Euro-Franken-Kurs in der langen Sicht nach untern dr√ľckt, werden.

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"Das Rahmenabkommen zwischen Bern und Br√ľssel droht endg√ľltig zu scheitern. Damit sind die bilateralen Vertr√§ge mit der EU und die bisher relativ gute wirtschaftliche Anbindung an Europa in Gefahr", schreibt die Frankfurter Allgemeine".

Europakarte EU Schweiz mit Vergleich Bruttoinlandsprodukte (BIP)

Die EU sitzt am l√§ngeren Hebel. Jetzt, da die EU-Kommission Schulden machen darf, k√§me Br√ľssel auch auf sehr gut ohne die Schweizer Koh√§sionsmilliarde (hierbei handelt es sich um eine Zahlung an die EU, die Bern vorenth√§lt) aus. Die Schweiz k√§me aber ganz sicher nicht ohne den Zugang zum EU-Binnenmarkt aus.

"Die in der Schweiz weit verbreitete Vorstellung, dass sich nur die EU bewegen m√ľsse, ist eine totale Verkennung der Sachlage", so Jean-Claude Juncker im SRF. "Verhandlungsabbruch ist immer ein Zeichen von Schw√§che", sagt der ehemalige EU-Kommissionspr√§sident.

Genau das d√ľrfte dann auch die Conclusion f√ľr den Devisenmarkt sein. Die Schweiz st√ľnde bei einem Verhandlungsabbruch als trotziges Kleinkind da, das zuerst mit Sand geschmissen hat und aus Angst vor der Gegenreaktion davonl√§uft. Der Schweizer Franken wird von dieser Schw√§che eingeholt.
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