Liveticker US-Wahl - EUR/CHF-Reaktion
+++ Euro schliesst bei 1,0730 Franken +++
Ade inoffizieller Euro-Mindestkurs bei 1,0750 Franken...>
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Liveticker US-Wahl - EUR/CHF-Reaktion

Mittwoch, 20:54 Uhr
Der Euro sinkt am Mittwochabend auf ein neues Tief bei 1,0739 Franken.



Mittwoch, 20:51 Uhr
Icahn kauft US-Aktien
Der US-Großinvestor Carl Icahn soll die Wahlparty von Donald Trump vorzeitig verlassen haben, um für eine Milliarde Dollar US-Aktien zu kaufen, berichtet Bloomberg. Dass die Aktien-Futures nach dem Wahlsieg von Trump kurz eingebrochen sind, sei aus seiner Sicht absurd gewesen, so Icahn.


Mittwoch, 20:28 Uhr
Aufgeschreckter Hühnerhaufen
"Wir stehen definitiv bereit zu intervenieren", sagte Österreichs Notenbankchef, EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny. EZB-Direktor Benoit Coeure und Chefvolkswirt Peter Praet, die mit Mario Draghi zusammen die Eisbergspitze der Interventionisten bilden, äußern sich ähnlich (Siehe Reuters-Meldung).

Lettlands EZB-Mitglied Ilmars Rimsevics hat hingegen relativ schnell kapiert, was der Trump-Sieg bedeutet: "Ich glaube er (Trump) werde ein guter Präsident sein, weil er für einen Wechsel und strukturelle Reformen steht", sagt Rimsevics.


Mittwoch, 17:41 Uhr

Zauberlehrlinge der Notenbanken haben jetzt ein dickes Problem
Die Finanzmärkte, allen voran die Aktienkurse, reagieren erleichtert auf den Wahlsieg von Trump. Hintergrund könnte eine neue Ära sein. Die Zeit der Interventionisten neigt sich dem Ende. Es kommt zu einer Gegenbewegung, weil man in den letzten acht Jahren mit dem Regulieren über das Ziel hinausgeschossen ist. Zudem haben die Notenbanken einen regelrechten Kontrollwahn über die Finanzmärkte entwickelt.

Die neue (alte) Normalität ist nicht ganz ungefährlich. Die US-Notenbank (Fed) hat künftig weniger Spielraum die Kurse zu stützen. Damit verringert sich auch der Spielraum der EZB. Würde Draghi so weiter machen wie unter Obama, verlöre er mit seiner Europäischen Zentralbank zusehends an Glaubwürdigkeit.

Auch für die Schweizerische Nationalbank (SNB) sind die fetten Jahre vorbei. Die Schweiz dürfte dem nächsten US-Finanzminister erklären müssen, warum die SNB Geld aus dem Nichts heraus kreiert, um damit Anteilsscheine von US-Unternehmen zu kaufen, die reale Gewinne einfahren, welche dann über die SNB an den Schweizer Staat geleitet werden.



Mittwoch, 16:59 Uhr


Der Euro purzelt auf 1,0745 Franken. Das ist der tiefste Stand seit viereinhalb Monaten.



Mittwoch, 15:51 Uhr
EUROtierungslos
Langsam kristallisiert sich heraus, dass die Eurozone der Verlierers des Wahlsiegs von Trump ist. Der Euro sinkt unter 1,10 US-Dollar. Beim EUR/CHF-Kurs halten sich die Verluste bisher in Grenzen. 1 Euro ist aktuell 1,0770 Franken wert.

Italiens Zins auf zehnjährige Staatsanleihen steigt mit 1,76% auf den höchsten Stand seit 15 Monaten. Die EZB wird folglich noch mehr Geld drucken, um Italien über Wasser zu halten. Das führt zu einem noch schwächeren Euro. Trump wird das Währungsdumping der EZB irgendwann zu bunt und haut dazwischen. Der Eurozone geht Wachstum über die Exportschiene verloren und landet früher oder später in einer Rezession. Jetzt muss die EZB noch mehr Geld drucken.



Mittwoch, 14:43 Uhr
Goldene Himbeere für deutsche Medienlandschaft
Man sieht großzügig darüber hinweg, wenn Deutschlands Chef-Diplomat Steinmeier, der als zukünftiger Bundespräsident gehandelt wird, den Präsidentschaftskandidat der Republikaner als Hassprediger diffamiert. Hassprediger, das war doch etwas mit Ku-Klux-Klan, oder? Und die Republikaner waren doch die, die die deutsche Einheit überhaupt erst möglich machten. Was noch schlimmer ist: Man brachte es nicht fertig, im Gegensatz zur Schweizer Presse, einigermaßen fair über Trump zu berichten.

Die deutschen Zeitungs- und Fernsehleute wollten nicht wahrhaben, dass Trump mit seinen Angeboten besser ankommt. Clinton sagte auf Wahlkampfveranstaltungen, über ihre konkreten Vorhaben müssten sich die Wähler in einem von ihr mit Experten verfassten Buch separat informieren. Die Demokraten dachten, es reiche, Trump in die chauvinistische Ecke zu stellen. Die deutschen Medien sind alle auf den Zug aufgesprungen.

Auch die Börsenjournalisten haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Den ganzen Unsinn, den sie immer wieder vorbeten, wonach es ein Glücksmoment war, als Merkel und Steinbrück die deutschen Sparguthaben garantierten. Oder dass das Leerverkaufen von Aktien angeblich so gefährlich ist. Oder dass die Finanzmärkte jetzt die Türkei bestrafen würden, was dann nicht mit Fakten belegt wird, sondern daraus abgeleitet wird, dass man Erdogan nicht leiden kann. Oder dass die Börsen einbrechen, wenn Trump gewinnt.

Weiterlesen: Börse will Trump: Clinton wäre ruinös (27. Mai 2016)



Mittwoch, 13:53 Uhr
Kaum Euro-Stützungskäufe aus der Schweiz
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) gibt nicht preis, ob und wie viel sie in der US-Wahlnacht interveniert hat, um den EUR/CHF-Kurs zu stützen. Auf eine Anfrage der Schweizer Nachrichtenagentur awp antwortet die SNB: "Kein Kommentar". Es sieht aber so aus, dass die SNB deutlich weniger intervenieren musste als beim Brexit. Der Eurokurs notiert aktuell bei 1,0785 Franken.


Mittwoch, 13:11 Uhr
Zwingt Trump Europa mehr marktkonforme Demokratie auf?
"Es steht zu befürchten, dass die USA unter ihrem neuen Präsidenten ebenso wie China vor allem auf ihre eigene Wirtschaft schauen – zu Lasten internationaler Beziehungen und Handelsströme", warnt Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

Die Eurozone, die von ihren Exportüberschüssen lebt, kommt damit an einer alles entscheidenden Weggabelung an. Sie hat zwei Möglichkeiten:
  1. Zuwendung zur marktkonformen Demokratie: Die Euroländer modernisieren ihren Dienstleistungssektor, um den Verlust aus dem Exportgeschäft auszugleichen. Es entstehen mehr Jobs, aber auch mehr Proteste, weil viele Millennials lieber von Sozialtransfers leben wollen.
  2. Abwendung von der marktkonformen Demokratie, wie sie es Deutschlands Vizekanzler Sigmar Gabriel fordert. Die Bürger bräuchten steigende Einkommen und "faire Renten für alle", sagt Gabriel nach Trumps Wahlsieg den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Aus der Sicht von Leuten wie Marc Faber (Dr. Doom) wäre die zweite Variante Insolvenzverschleppung. Deutschland könnte sich das vielleicht noch leisten. Länder wie Italien und Spanien, wo die Renten wegen der hohen Arbeitslosigkeit zu einem immer größeren Anteil aus dem Steueraufkommen finanziert werden, nicht.



Mittwoch, 12:36 Uhr
Dr. Doom rechnet mit dem Westen ab
Die westlichen Demokratien seien im Prinzip pleite, sagt der Schweizer Börsenexperte Marc Faber auf CNBC. Er rechnet innerhalb von zwei Monaten mit einem Anstieg des US-Schuldenberges auf über 20 Billionen US-Dollar. Dr. Doom sagt ferner, dass sich der Westen zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgebürdet habe, für die er keine Deckung habe. Kommt nun der heilige Euro-Schulden-Gral?



Mittwoch, 11:47 Uhr
Wie reagiert Europa?
Deutschlands Außenminister Steinmeier beschimpfte Trump, den gerade 63 Millionen Amerikaner zum 45. Präsidenten gewählt haben, als Hassprediger. EU-Währungskommissar Moscovici bezeichnete ihn als Protektionist und Populist.

Die ersten Reaktionen auf den Wahlsieg von Trump zeigen, dass die Europäer trotzig und selbstgefällig sind, weshalb es für sie mit Frankreichs Marine Le Pen und der deutschen AfD so richtig ungemütlich werden könnte.



Mittwoch, 11:28 Uhr
Alles im grünen Bereich
Donald Trump gewinnt die US-Wahl. Hillary Clinton akzeptiert ihre Niederlage. Nachdem Trump sagt, dass er mit den anderen Ländern weiter zusammenarbeiten werde, beruhigt sich die Lage an den Finanzmärkten. Der EUR/CHF-Kurs notiert aktuell erstaunlich stabil bei 1,0810. Die Aktienmärkte könnten sogar ins Positive drehen.




Mittwoch, 7:24 Uhr
Keine Flucht in den Schweizer Franken
Donald Trump ist kurz davor die Wahl zu gewinnen. Die Nachfrage nach dem Schweizer Franken hält sich in Grenzen. Der Euro stabilisiert sich bei 1,08 Franken, nachdem er zuvor kurz auf 1,0750 Franken sank.



Mittwoch, 5:23 Uhr
Trumps Siegchancen steigen
Florida, Ohio und North Carolina hat der Republikaner schon gewonnen. Es fehlt nicht mehr viel und Trump hat die 270 erforderlichen Wahlmänner, um ins Weiße Haus einzuziehen. Der US-Dollar sinkt gegen den Schweizer Franken auf ein 3-Monatstief. Der Euro hält sich wacker bei 1,0770 Franken. Sollte Trump in wenigen Stunden als Sieger feststehen und gleichzeitig die Devisenhändler in London beginnen zu handeln, dürfte der EUR/CHF-Kurs sinken.



Mittwoch, 4:18 Uhr
Schweizer Franken kommt in Fahrt
Der Euro sinkt mit 1,0755 Franken auf den tiefsten Stand seit viereinhalb Monaten. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) versucht ganz offenbar den Euro über 1,0750 Franken zu halten.



Mittwoch, 4:10 Uhr
Flash-Crash am Devisenmarkt
Der mexikanische Peso fällt auf ein Alltzeittief. 1 Dollar ist aktuell 20,12 Peso wert - nach 18,15 Peso bei der Schließung der Wahllokale, als es so ausgesehen hatte, dass es ein Kinderspiel für Hillary Clinton werden würde. Mexikos Währung büßt 11% ein, während die Siegchancen von Trump steigen.


Mittwoch, 3:19 Uhr
Märkte preisen Trump-Sieg ein
Aktien-Futures sinken, der mexikanische Währung schwächt sich ab, Gold und Silber werden teurer. Der Euro fällt auf 1,0755 Franken.




Mittwoch, 2:54 Uhr
Florida - das Zünglein an der Waage
Nachdem 70% der Stimmen in Florida ausgezählt sind, liegt Trump um 1% vorne. Der Euro sinkt auf 1,0780 Franken.
Mittwoch, 1:59 Uhr
Jetzt liegt Clinton in Florida um 3% vorne, nachdem 20% der Stimmen ausgezählt sind. Der Euro steigt wieder über 1,08 Franken.
Mittwoch, 1:42 Uhr
In den US-Nachrichtensendungen geht die Tendenz dahin, dass Clinton den US-Bundesstaat Florida gewinnt. Die Demokraten hätten sehr viel mehr Wähler mit lateinamerikanischen Wurzeln mobilisieren können als vor vier Jahren, wollen die Journalisten erfahren haben. Erste Hochrechnungen sehen aber Trump in Florida um 1% vorne. Der Euro purzelt unter 1,08 Franken.



Mittwoch, 0:30 Uhr
Clinton klare Favoritin
Aktienfutures und Devisenkurse signalisieren einen Clinton-Sieg. Der Euro klettert auf 1,0811 Franken. Die Chancen bei den Buchmachern für einen Clinton-Wahlsieg sind in den letzen Stunden um knapp 3% auf 84,4% gestiegen. Trumps Quote ist von 18% auf 15% gefallen.




Dienstag, 23:19 Uhr
EUR/CHF blickt positiv in die Wahlnacht
Der Euro kann sich etwas erholen. Er schließt bei 1,0780 Franken, nachdem er am Montag noch bei 1,0756 Franken, dem tiefsten Schlusskurs seit 14 Monaten stand.



Dienstag, 22:05 Uhr
Die US-Wahl: Nice and Slow
Das Wählen in den USA ist eine langwierige Angelegenheit, wie dieser Live-Stream aus einem Wahllokal in San Francisco zeigt. Neben dem Präsidenten werden alle Abgeordneten im Repräsentantenhaus und ein Drittel der Senatoren neu gewählt.

In obigen Wahllokal sind das dann drei Stimmzettel, die noch dazu ziemlich lang sind, oder es braucht eine Einweisung an einer Wahlmaschine. Die Wahlmaschinen haben keine Verbindung zum Internet und gelten als einigermaßen manipulationssicher.



Dienstag, 21:02 Uhr
Geht die Wahl in die Verlängerung wie 2000?
Die Anwälte von Trump reichen Klage ein, weil im US-Bundesstaat Nevada nach ihrer Ansicht ein Wahllokal für das so genannte Frühwählen zu lange geöffnet war. In einem Wahllokal in Pennsylvania gab es Beschwerden von Trump-Wählern über einen Wahlautomaten, der ihre Stimme auf Clinton umgeschrieben haben soll.



Dienstag, 18:01 Uhr
Clintons Latino-Ass
Die Börsen liebäugeln mit einem Clinton-Sieg. US-Wähler mit lateinamerikanischen Wurzeln haben nach ersten Meldungen sehr viel stärker die Wahllokale besucht als vor vier Jahren.

Der größte mexikanische ETF auf Aktien steigt 5,1%, meldet Bloomberg. Das ist ein klares Indiz dafür, dass Anleger nicht mit einem Wahlsieg von Trump rechnen. Der Republikaner erwägt Strafzölle auf in Mexiko hergestellte Produkte von bis zu 35% einzuführen.

Der US-Dollar schwächt sich gegen den mexikanischen Peso auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten ab. Gold sinkt binnen zwei Stunden 20 Dollar auf 1.272 Dollar je Feinunze. Keinen Trump-Verlierer-Schub gibt es bisher beim Euro-Franken-Kurs. 1 Euro ist aktuell 1,0765 Franken wert.



Dienstag, 17:19 Uhr

Der heilige Euro-Schulden-Gral
In der Eurozone denkt man über einen Kniff nach, um Italien, Portugal und andere Länder mit hohen Schuldenbergen über die Runden zu bringen. Demnach kauft eine neu zu gründende Schuldenagentur Staatsanleihen aller Euroländer, bis eine Summe von 5,5 Billionen Euro (60% des Bruttoinlandsprodukt) erreicht ist.

Um das Geld für die 5,5 Billionen Euros aufzutreiben, begibt die Schuldenagentur Senior-Anleihen und Junior-Anleihen. Die Senior-Anleihen sollen laut Berechnungen nur alle 600 Jahre ausfallen. Die Junior-Anleihe würde hingegen bei einem Zahlungsausfall von Portugal oder einem anderen Euroland ihre Halter bluten lassen.

Ziel des so genannten ESBies-Konzepts, das von dem Princeton-Ökonom Markus Brunnermeier stammt, ist es, mit der Senior-Anleihe einen Eurobonds vorzutäuschen, also eine bonitätsstarke Anleihe, bei der Deutschland für die Schulden von Italien und Portugal einsteht. Gleichzeit glaubt man mit der Junior-Anleihen die schwachen Länder vor Finanzkrisen abschirmen zu können.

Das ESBies-Konzept stammt aus dem Jahr 2011. Es wurde bisher wenig beachtet. Das hat sich nun geändert, weil Draghis rechte Hand, EZB-Direktor Benoit Coeure, das Konzept letzte Woche bei einer Rede an der Harvard Universität als mögliche Fortentwicklung der Eurozone aufgriff. Für die EZB wäre es eine schöne Sache, gäbe es einen zweiten staatlichen Player, der ihr die Whatever-it-Takes-Arbeit ein Stück weit abnehmen würde.

Wenn Finanzingenieure und Akademiker zusammen Sachen ausklügeln, bei denen es nur Gewinner geben soll, dann wird es oft gefährlich. Dies zeigt u.a. die Pleite von Long-Term Capital Management Ende der 1990er-Jahre. Die Firma verfolgte eine Anlagestrategie von zwei Wirtschaftsnobelpreisträgern.

Euroländer könnten natürlich auch ihre Schulden in den Griff bekommen, würden sie ihre Dienstleistungssektoren modernisieren, was mehr Jobs und höhere Steuereinnahmen brächte. Doch das ist allen, mit Ausnahme vielleicht von Estland, viel zu aufwendig.



Dienstag, 15:36 Uhr
Männerfreundschaft Putin-Trump?
Neben den Wechselkursen Euro gegen Franken (EUR/CHF) und US-Dollar gegen mexikanischer Peso (USD/MXN), ist der Dollar-Rubel-Kurs (USD/RUB) ein Kandidat für einen Flash-Crash. Gewinnt Clinton, die mit Russland zanken möchte, müsste USD/RUB deutlich steigen. Bei einem Sieg von Trump dürfte USD/RUB, angetrieben von einer steigenden Nachfrage nach russischen Staatsanleihen, erheblich sinken.

Trump holt weiter auf
In den letzten 24 Stunden sind bei den Buchmachern die Chancen eines Wahlsiegs von Trump über 20% gestiegen, während die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs von Clinton unter 80% gefallen ist. Auf Google suchen die Amerikaner mehr nach Trump als nach Clinton, berichtet ABC News.



Dienstag, 14:20 Uhr
Ist Trump wirklich ein Börsenschreck?
Ein Wahlsieg von Trump wäre schlecht für die Börse. Das ist die gängige Meinung. Nach einem kurzen Schock könnte sich die Wall Street aber recht schnell erholen. Trump würde sich Geld für Konjunkturprogramme/Steuersenkungen leihen, was er auch problemlos von den Märkten bekäme. Der US-Dollar würde weicher, was dem US-Aktienmarkt zusätzlich zugute käme.

Der bekannte US-Investor Carl Icahn sagte im Sommer: Die Aktienmärkte bräuchten ein vom US-Kongress finanziertes Konjunkturprogramm auf Pump, ansonsten würde es am Aktienmarkt zu einem "Tag der Abbrechung" kommen. Icahn unterstützt Trump.



Dienstag, 12:44 Uhr
Spekulanten wollen tiefen EUR/CHF
Versicherungen gegen einen Rückfall des EUR/CHF-Kurses werden immer teurer. Am Devisenoptionsmarkt sinkt das so genannte 25-Delta Risk Reversal für einmonatige EUR/CHF-Optionen von -1,4% auf -1,75%. Wäre die Interventionsstrategie der Schweizerischen Nationalbank (SNB) erfolgreich, würde das Risk Reversal bei +0,5% oder +1% liegen. Doch die SNB ist meilenweit davon entfernt, Spekulanten, also jenen Marktteilnehmern, die mit einem Rückfall des EUR/CHF-Kurses rechnen, das Genick zu brechen.




Dienstag, 11:47 Uhr
Kein "Business as Usual"
Der EUR/CHF Kurs liegt aktuell bei 1,0780, nachdem er zu Handelsbeginn in Asien auf 1,0753 absackte. Die Gretchenfrage: Wo steht die Devisennotierung, wenn am Mittwochmorgen die Finanzmärkte in Asien öffnen und die ersten Wahlhochrechnungen kommen? Der Flash-Crash des Britischen Pfundes fand während der Asien-Session statt.

Schicksalstag 9. November
Für Deutsche und Österreicher ist der 9. November ein Schicksalstag. Wird er das nun auch für die Amerikaner? Am 9. November 1938 fand die Reichsprogromnacht statt, am 9. November 1918 rief Philipp Scheidemann die Deutsche Republik aus, was selbst vielen in der SPD seinerzeit zu schnell ging. In Wien wurde am 9. November 1948 der Revolutionär Robert Blum hingerichtet. Ein Hitlerputsch scheiterte am 9. November 1923. Schließlich fiel die Berliner Mauer am 9. November 1989.



Dienstag, 0:24 Uhr


EUR/CHF auf 14-Monatstief
Während der immer tiefer sinkende Euro-Franken-Kurs ganz offenbar mit einem Wahlsieg von Trump liebäugelt, signalisiert der stärker werdende mexikanische Peso, dass Clinton gewinnt. 1 Dollar kostet aktuell 18,55 Peso - nach 19,55 Peso letzten Donnerstag. Die Peso-Stärke lässt sich nicht wie in den vorherigen Wochen dem Ölpreis zuschreiben. Öl wird zurzeit billiger, was dem Peso schaden würde, wäre da nicht die Erwartung eins Clinton-Wahlsiegs.