Börse will Trump: Clinton wäre ruinös
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Börse will Trump: Clinton wäre ruinös

Donald Trump wird US-Präsident, und dann ist der Spuk vorbei. Regierungen und Notenbanken haben sich seit der Finanzkrise 2008 darauf spezialisiert, privaten Anlegern Wertpapiere wegzuschnappen. Es wurden fürchterlich große Staatsapparate geschaffen, die Hemmschuh für Innovationen und wirtschaftliches Wachstum sind.

Egal ob Anleihen, Aktien oder Hypothekenpapiere: EZB, Fed, Bank von Japan und Co. kaufen so ziemlich alles, was sie kriegen können. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhebt sogar eine Steuer in Form eines Negativzinses auf den Euro, auf dessen Ausgabe sie ein Monopol hat.

Hillary Clinton steht für finanzwirtschaftliches Mikromanagement mithilfe drakonischer Regulierungen. Das heißt: Wird Clinton Präsidentin, entscheidet sie darüber, ob Anleger etwas an der Börse verdienen und wie viel. Die USA werden dann noch stärker versuchen Weltpolizist der Finanzmärkte zu sein.

Zum Thema: Staaten kauft Aktien! Sonst fällt das Kartenhaus zusammen

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist eine der schlimmsten Notenbanken: Sie kauft gleichermaßen Aktien und Anleihen. 18% ihrer angehäuften Devisenreserven von knapp 600 Milliarden Franken steckt die SNB in Firmen wie Apple. Darüber hinaus hat die SNB ganze Arbeit geleistet, die vor einiger Zeit noch recht ordentlich verzinsten deutschen- und französische Staatsanleihen privaten Anlegern vor der Nase wegzuschnappen.

Im Euroraum gibt die EZB der überregionalen Friseurladenkette subventionierte Kredite zu Niedrigzinsen, dem kleinen Friseurmeister aber nicht. Wenn Letzterer einen Kredit braucht, muss er wegen dem Negativzins, dessen Kosten Banken sich scheuen auf Sparer abzuwälzen und stattdessen über steigende Kreditzinsen reinholen, sogar höhere Zinsen zahlen.

Massiver kann eine Notenbank nicht mehr in die Wirtschaftspolitik eingreifen. Besser hätten es der einstige deutsche Finanzminister Lafontaine und sein Staatssekretär Flassbeck nicht hinbekommen können. Die "bösen" Personengesellschaften werden bestraft, während Kapitalgesellschaften, deren Gewinne angeblich viel mehr dem Gemeinwohl zugute kommen, extrem bevorteilt werden.

Ausblick:
Trump wird deregulieren, den Staat auf seine Kernaufgaben zurückdrängen und das Unternehmertum stärken. Dann könnten auch wieder Innovationen und Wachstum zurückkehren. Die Notenbanken bekommen eins auf den Deckel, wenn die Kurse der von ihnen gehaltenen Wertpapiere sinken. Dies versuchen sie bisher durch immer neue Interventionen zu verhindern.