Experten sehen Euro nicht länger in tiefes Loch fallen
+++ Euro vor EZB-Sitzung bei 1,0830 Franken +++
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Experten sehen Euro nicht länger in tiefes Loch fallen

Der Euro straft Short-Seller und Short-Prognostiker mit einem Anstieg auf knapp 1,09 Franken ab. Setzt man die Puzzleteile zusammen, ergibt sich für den EUR/CHF-Kurs ein konstruktiver Ausblick. Zu diesem Ergebnis kommen nun auch die Devisenexperten von HSBC und der Helaba. Sie geben klein bei und prognostizieren nicht länger einen Absturz Richtung Parität.

EUR/CHF-Kurs und Aktienmärkte finden in eine gemeinsame Aufstiegsspur zurück. Der Dax kletterte seit letzten Mittwoch von 10.538 Punkten auf 10.634 Zähler (+0,91%). Der Euro stieg in der gleichen Zeit von 1,0814 Franken auf 1,0890 Franken (+0,70%). Damit setzt sich der Gleichlauf (Korrelation), der Anfang August bei einem Dax-Stand von 10.144 Zählern und einem Eurokurs von 1,0790 Franken begann, fort.

Der Anstieg des Euros zum Franken ist von den Märkten so gewollt und nicht etwa auf die Schweizerische Nationalbank (SNB) zurückzuführen. Die für die Entwicklung der SNB-Devisenreserven maßgeblichen Giroguthaben inländischer Banken treten seit drei Wochen bei 435-436 Milliarden Franken auf der Stelle. Das ist ein klares Indiz dafür, dass die SNB keine Euro-Stützungskäufe durchführte.


Es fand ein Übergang von einem "Schmutzigen Floating" in ein "Freies Floating" statt. Das sei nur vorübergehend, sagen die Pessimisten und verweisen auf die geringen Handelsumsätze im Sommermonat August. Dem halten die Optimisten entgegen: Die Chance stehen gut, dass der Übergang etwas Dauerhaftes werde, sollte Mario Draghi seine Negativzins-Peitsche auf der EZB-Sitzung am 9. September in der Schublade lassen.

Trotz Brexit rechnet man bei HSBC nicht länger bis Ende 2016 mit einem Absturz des Euros auf 1,02 Franken. Die Bank, die bisher einer der größten Pessimisten war, hebt ihre Prognose auf 1,08 an. Die Landesbank Hessen-Thüringen geht von 1,00 auf 1,08 nach oben. Für den Euro sehe man aufgrund seiner Resistenz ein geringeres Abwärtspotential gegenüber dem Schweizer Franken, begründet das Geldhaus.

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