Euro tappt in Falle: Rückwärts-Ausbruch steht bevor

Der Schweizer Franken ist dabei die Oberhand zurückzugewinnen, und so ist der EUR/CHF-Kurs am sinken. Sein Aufwärtspotenzial nur teilweise ausschöpfend, endet der weitläufige Move des Euro bereits bei 0,9320.

Hintergrund des stärker werdenden Frankens ist die verbesserte Konsumentenstimmung in der Schweiz. Der vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) Index stieg im Dezember um drei Zähler gegenüber dem Vormonat.

Hinzu kommt ein Potpourri gewaltsamer Konflikte und offener Kriege. Sie führen zu einer deutlichen Erhöhung geopolitischer Unsicherheiten. Für den Euro kommt erschwerend hinzu, dass es Rückschritte bei den Friedensbemühungen für die Ukraine gibt.

Dass die Trump-Regierung eine neue Attacke auf die US-Notenbank (Fed) lanciert, macht dem US-Dollar sichere-Hafen-Gänger abspenstig. US-Finanzminister Scott Bessent zeigt sich besorgt über negative Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Auch davon profitiert der Schweizer Franken.

EUR/CHF Prognose-Pfeil in Linienchart zeigt auf 0,92

Das neue charttechnische Bild gibt dem Euro weniger Anlass zur Hoffnung. Der Anstieg der letzten Wochen fand bei 0,9320 CHF ein Ende. Fehlsignale häufen sich. Das gesamte Konstrukt der letzten Wochen ist dabei sich als eine bärische Flagge zu entpuppen.

Die entscheidende Frage lautet: Hält die Support-Linie? Wenn nicht, öffnet sich der Weg nach unten. Ein Rückgang des EUR/CHF-Kurses auf 0,92 scheint dann wahrscheinlich.

Schreitet die Schweizerische Nationalbank (SNB) bei 0,92 nicht ein, um die Kursentwicklung zu stützen, geht es im schlimmsten Fall in den Bereich 0,9150 bis 0,9180. Erst dort würde eine Unterstützungszone entstehen.