EUR/CHF-Herbstausblick: Zwischen Hoffen und Bangen
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EUR/CHF-Herbstausblick: Zwischen Hoffen und Bangen

Der Euro hat seit dem Beginn der zweiten Jahreshälfte gegenüber dem Schweizer Franken die größten Verluste seit Juni 2020 davongetragen. Wer ihn in der Annahme eines Anstiegs auf 1,10 Franken gekauft hat, schaut in die Röhre. Kurse zwischen 1,07 und 1,08 zeichnen sich gerade als neue Normalität ab.

"Zunächst sah es aus, als wenn der EUR/CHF-Kurs in Richtung 1,0900 gehen könnte. Die Risk-off-Stimmung an den Aktienmärkten nahmen den Schwung wieder weg", kommentiert die St.Galler Kantonalbank. "Vor allem die wieder steigenden Fallzahlen verunsichern die Marktteilnehmer", so die Thurgauer Kantonalbank.

Devisendiagramm EUR/CHF-Wechselkurs mit Prognose

Dreimal, und zwar im März, Mai und Juni, war der EUR/CHF-Kurs lehrbuchmäßig am unteren Ende des Abwärts-Kanals zurückgeprallt. Mitte Juli sah es dann nach Zurückpraller Nummer vier aus. Doch daraus ist bislang nichts geworden.

Die meisten Banken gehen davon aus, dass der Zurückpraller noch kommen wird. So rechnet beispielsweise die Bank-Austria-Mutter Unicredit laut einer Prognose vom 16. Juli 2021 in den kommenden zwei Monaten mit einem Anstieg des EUR/CHF-Kurses auf 1,11.

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Solche Prognosen sind aufgrund des nicht mehr intakten Aufwärtstrend, der den Euro zwischen Mai 2020 und März 2021 von 1,05 auf 1,1150 Franken hochführte, problematisch. Am plausibelsten für die kommenden Monate ist eine Seitwärtsbewegung zwischen 1,0750 und 1,0870.
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