Euro: EZB will Mini-Crash um Inflation anzuheizen ­čĺú
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Euro: EZB will Mini-Crash um Inflation anzuheizen ­čĺú

Die Europ├Ąische Zentralbank greift am Devisenmarkt ein und bringt damit den Euro in Bedr├Ąngnis. F├╝r die Schweizerische Nationalbank bedeutet das: Wegen den angriffslustigen Euro-W├Ąhrungsh├╝tern wird sie auch k├╝nftig alle H├Ąnde voll zu tun haben, den Franken schwach zu halten.

Man sei bereit die Aufwertung des Euro einen Riegel vorzuschieben, sagt Italiens EZB-Direktor Panetta. "Es sollten hier keine Zweifel bestehen: Die EZB wird es nicht akzeptieren, sollte sich die Inflation auf Niveaus einpendeln, die mit ihrem Ziel nicht ├╝bereinstimmen."

Der ├╝ber 1,20 gestiegene Euro-Dollar-Kurs ist den meisten EZB-Notenbankern ein Dorn im Auge. Die Vertreter Deutschlands, ├ľsterreich und der Niederlande (Weidmann, Holzmann und Knot) bilden hier die Ausnahme. Ihnen wird nachgesagt mit einem starken Euro, der die Inflation etwas d├Ąmpft, kein Problem zu haben.

Deutschland, ├ľsterreich und die Niederlande sind jedoch klar in der Minderheit. Die Stimmen der Notenbankvertreter Maltas, Zyperns und Sloweniens reichen aus, um sie zu neutralisieren. Ein ├ťberstimmen gr├Â├čerer Eurol├Ąnder mit Hartw├Ąhrungsmentalit├Ąt durch kleine L├Ąnder mit Zwergwirtschaften ist seit Jahren Gang und G├Ąbe im EZB-Rat.

Ferner handelt es sich um eine Marotte der meisten EZB-Vertreter den Eurokurs ├╝ber die Inflationsschiene verbal runterzumanipulieren. Der franz├Âsische Notenbankvertreter de Galhau und Chefvolkswirt Lane finden neben dem Italiener Panetta an diesem Prozedere, das langfristig einem Nullsummenspiel gleicht, gro├čen Gefallen.

Zentralbankchefin Lagarde favorisiert ebenfalls einen weichen Euro. Gelingt es den Weichw├Ąhrungs-Tauben den Euro wieder unter 1,20 US-Dollar zu dr├╝cken, wird eine negative R├╝ckkopplung auf den Euro-Franken-Kurs nicht ausbleiben.

Schweiz f├╝rchtet um ihren Ruf


Die Schweiz erwartet von den USA als "W├Ąhrungsmanipulator" eingestuft zu werden. Ursache: Die in diesem Jahr stattgefundenen massiven Interventionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zur Abschw├Ąchung des Frankens.

Wird die Schweiz gebrandmarkt, k├Ąmen Zweifel auf, ob die SNB ihren w├Ąhrend der ersten Corona-Welle eingef├╝hrten inoffiziellen Euro-Mindestkurs bei 1,05 Franken zuk├╝nftig verteidigen wird.

Ohne die mehr als 100 Milliarden Franken, die die SNB in diesem Jahr druckte, um den Franken schwach zu halten, w├Ąre der EUR/CHF-Kurs aktuell mit Sicherheit nicht bei 1,08, sondern deutlich tiefer.

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