Hält sich der Euro auch bei EU-Autozöllen schadlos?
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Hält sich der Euro auch bei EU-Autozöllen schadlos?

Der Euro hat die Verschärfung des Handelskonfliktes zwischen den zwei größten Wirtschaftsmächten der Welt gelassen zu Kenntnis genommen. Eine Fluchtbewegung in den Schweizer Franken findet bisher nicht statt, und so notiert der EUR/CHF-Kurs stabil bei 1,14. Eine Abwärtsbewegung ist allerdings nicht vom Tisch. Vom Devisenoptionsmarkt kommt ein Warnsignal. Die EU muss sich auf Autozölle gefasst machen.

US-Importzölle auf chinesische Import im Wert von 200 Milliarden US-Dollar steigen von 10% auf 25%. Die milde Reaktion an den Börsen zeigt, dass das für die Weltwirtschaft verkraftbar ist. Allerdings bleibt eine schwelende Enttäuschung im Hintergrund. Ein Handelsabkommen zwischen den USA und China rückt in die Ferne. Vor einer Woche hatte die US-Börsenpresse noch berichtet, dass eine Einigung in wenigen Tagen stehen könnte.


Es gibt zwei Gründe, warum dem Euro-Franken-Kurs aktuell nach oben der Weg versperrt ist:
  1. Trump könnte als nächstes die EU mit Autozöllen ärgern. Das dürfte den Euro sehr viel härter treffen als die Zölle gegen China.
  2. Die Stimmung am Devisenoptionsmarkt schwenkt zu Gunsten des Schweizer Frankens um. Das einmonatige Risk Reversal für den EUR/CHF ist gerade gesunken. Oft ist es so, dass ein Ausschlag nach unten eine Abwärtsbewegung des EUR/CHF-Kurses vorwegnimmt.