Führende Experten rechnen 2019 mit Rückkehr auf 1,20
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Führende Experten rechnen 2019 mit Rückkehr auf 1,20

Der Euro kostet am letzten Handelstag des Jahres knapp 1,13. Damit ist er ein gutes Stück leichter als vor einem Jahr, als er 1,17 Franken auf die Waage brachte. Noch im April 2018 erreichte die Devisennotierung ein Rekordhoch bei 1,20. Doch im September sackte der Euro dann auf 1,12 Franken. Das Motto unter den Devisen-Auguren der Banken für 2019: Angriff ist die beste Verteidigung.

Dem Euro wird 2019 ein erneuter Anstieg auf 1,20 Franken gelingen, prognostizieren UBS, DZ Privatbank und Danske Bank. Jene die sagen, es brauche einen kräftigen Anstieg der Konjunkturdynamik in der Eurozone, damit der frühere Mindestkurs erneut erreicht werden kann, sind nach der Einschätzung der UBS schief gewickelt.

"Das Interessante mit Blick auf die Eurozone ist, dass das Wachstum nur moderat anziehen braucht, um den Euro zu stützen", streicht das größte Geldhaus der Schweiz heraus. Die stabilen Staatsfinanzen und die solide Position im internationalen Handel seien bereits ein gutes Fundament für den Euro.

Der ein oder andere mag sich nun die Augen reiben, ist da doch die Rede von soliden Staatsfinanzen. Ein Blick auf Italien oder Griechenland beweist doch das Gegenteil. Im Eurozonen-Durchschnitt ist die Staatsverschuldung allerdings mit etwa 92% nicht so hoch, was auch daran liegt, dass Deutschland seine Schuldenquote auf 60% der Wirtschaftsleistung am drücken ist. In den USA und Japan sind die Staatsschulden deutlich höher.

"Wir sehen weiterhin eine allmähliche Bewegung zurück Richtung 1,20 in 12 Monaten", sagt die Danske Bank. Man sehe den Euro-Franken-Kurs langfristig im Bereich von 1,20 gut aufgehoben, pflichtet die in Zürich und Luxemburg ansässige DZ Privatbank bei. Die Bank geht noch einen Schritt weiter: "Langfristig bietet der Schweizer Franken erfahrenen Kreditnehmern mit entsprechender Risikoaffinität attraktive Chancen."

Übersetzt heißt das: Weil die DZ Privatbank mit einer Abschwächung des Frankens rechnet, erscheint die Fremdkreditaufnahme in Franken durchaus sinnvoll. Das wird man Österreichs Finanzmarktaufsicht (FMA) überhaupt nicht gerne hören. Hier ist privaten Haushalten die Fremdwährungskreditaufnahme untersagt.

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