Der Euro scheint sich entschieden zu haben
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Der Euro scheint sich entschieden zu haben

Die über der Bordsteinkante fliegende Taube Mario Draghi soll durch einen Finnen ersetzt werden. Für die Bemühungen des Euro-Franken-Kurses über der zentralen Unterstützung bei 1,12 zu bleiben wiegt es schwer, dass Deutschland aller Voraussicht nach nicht das Amt des EZB-Präsidenten bekommen wird.

Erkki Liikanen lässt sich als bestes als ein Wackelpudding beschreiben, der sich nicht an die Wand nageln lässt. Der 69-jährige, der für Finnland im EZB-Rat sitzt, hat wie Österreichs Notenbankchef Nowotny so alles mitgemacht, was ihm Draghi vorsetzte. Ab und an schärfte er sein Profil mit ein paar hawkishen Einlassungen.

Die Anhänger eines stärkeren Euro sähen lieber Bundesbankchef Jens Weidmann als EZB-Präsidenten. Doch das ist inzwischen sehr unwahrscheinlich, weil sich der deutsche CSU-Politiker Manfred Weber anschickt, Jean-Claude Juncker als Kommissionspräsident zu beerben. Ein deutsches Duo an der Spitze von zwei der wichtigsten EU-Institutionen ist so gut wie ausgeschlossen.


Der Euro-Franken-Kurs fällt von 1,1320 auf 1,1210. Langsam wird es eng. Sollte die Marke von 1,12 reißen, könnte es in einer schnellen Bewegung auf 1,10 und schließlich und dauerhaft in den Wechselkurbereich mit null als erster Nachkommastelle gehen. Eine solche Bewegung haben selbst die pessimistischten Wechselkursprognostiker nicht auf dem Zettel.

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