EUR/CHF-Ausblick 2018: Das sagen die Experten
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EUR/CHF-Ausblick 2018: Das sagen die Experten

Wechselkursprognosen, laut denen der Euro auf 1,15 Franken steigen wird, sind en vogue. Während die größten Banken der Schweiz und Dänemarks einen kräftigen Anstieg erwarten, bleiben die Devisenexperten aus Deutschland und Österreich vorsichtig. Die Raiffeisenbank ist dabei von einer Prognose, die den Euro bei 1,03 Franken sieht, abzurücken.

"Wir rechnen zwar über die nächsten zwölf Monate mit einer deutlichen Aufwertung der Gemeinschaftswährung, aber danach kann es immer wieder zu Rückschlägen kommen. Unsere Prognosen für die nächsten zwölf Monate liegen bei 1,15 für EURCHF und bei 1,20 für EURUSD" heißt es im aktuellen UBS Outlook Schweiz.

Es werden einige Zeit dauern, die seit Langem bestehende Überbewertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro abzubauen, sagt die Danske Bank. Hintergrund: Die EZB werde ihren Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik nicht überhasten. Wie die UBS sieht die größte Bank Dänemarks die Zeit für einen höheren EUR/CHF-Kurs gekommen. Sie prognostiziert 1,15 bis Mai 2018.

Skeptiker

Commerzbank und Bayerische Landesbank rechnen hingegen damit, dass der Euro seine zuletzt eingefahrenen Kursgewinne nicht halten wird können. Unbeeindruckt von dem Ausgang der Frankreich-Wahl trägt die Commerzbank für Mitte 2018 ein Kursziel von 1,06 Franken in ihrer Prognosetabelle ab. Die BayernLB sagt 1,04 bis April 2018.

Die Devisenexperten der österreichischen Raiffeisenbank versuchen die Quadratur des Kreises. Sie halten noch an einem Kursziel für den EUR/CHF von 1,03 für März 2018 fest. Auf der anderen Seiten schreiben sie, dass man die Prognosewerte an die aktuellen Gegebenheiten anpassen werde. Man wartet ganz offenbar ab, ob der Euro die nach der Frankreich-Wahl erzielten Kursgewinne halten kann.