Hoffen auf EZB und US-Jobs
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Hoffen auf EZB und US-Jobs

Am Devisenmark befindet sich der Eurokurs wieder auf dem Sinkflug. Gegenüber dem Schweizer Franken notiert die Gemeinschaftswährung um 10:05 Uhr MEZ bei 1,2013. Das untere Ende des Seitwärtskanals, in dem sich der Wechselkurs in den zurückliegenden zwei Wochen die meiste Zeit aufhielt, befindet sich bei 1,2010.

Händler hoffen auf Volatilität im Zuge der geldpolitischen Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) und des amerikanischen Arbeitsmarktberichtes. So könnte es dem Eurokurs womöglich gelingen, an die obere Begrenzung bei 1,2020 CHF zu steigen. Ein Ende der Mikrobewegungen gäbe es jedoch erst, wenn Euro Franken über der Marke von 1,2030 einen Tages-Schlusskurs schaffen sollte, meinen Charttechniker.


„Die Wachstumsrisiken der Wirtschaft dürften vermutlich unsere Einschätzung bekräftigen, dass die SNB ihre EUR/CHF-Untergrenze von 1,20 verteidigen dürfte“, schreibt die Credit Suisse in einer aktuellen Analysemitteilung. Dabei stellen die Devisenprofis der zweitgrößten Schweizer Bank eine Verbindung zwischen der Notwendigkeit des Mindestkurses und der sich abkühlenden Industriekonjunktur her.

EZB-Präsident Mario Draghi wird nach aller Voraussicht den Leitzins im Euroraum bei 1,00 Prozent belassen. Die durchschnittliche Inflationsrate in den 17 Euroländern von derzeit 2,6 Prozent ließe nur bei einer äußersten Dehnung des EZB-Mandats eine Senkung zu. Analysten warten mit Spannung auf Kommentare Draghis zu dem von ihm geforderten Wachstumspaktes.

Auf dem US-Arbeitsmarkt wurden im April 176.000 neue Jobs geschaffen, prognostizieren Analysten. Dadurch würde sich der Beschäftigungsaufbau gegenüber dem Vormonat um 56.000 Arbeitsplätze erhöhen. Die Arbeitslosenrate dürfte wegen des Zustroms neuer Arbeitskräfte bei 8,2 Prozent verharren.