Euro Kurs aktuell hat Nase vorn
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Euro Kurs aktuell hat Nase vorn


Am Devisenmarkt wird er Eurokurs aktuell knapp unterhalb der Marke von 1,30 Schweizer Franken gehandelt. Dabei pendelt die Euro CHF Kursentwicklung bereits seit Mitte Januar 2011 in einer Seitwärtsbewegung umher. Die untere Begrenzung dieses Kanals liegt bei 1,2775. An der Oberseite ist die Kursentwicklung mehrmals bei 1,3060 CHF abgeprallt.

Fundamentale Konjunkturdaten aus der Eidgenossenschaft lieferten insgesamt ein negatives Bild. So fielen die Detailhandelsumsätze von +1,8 Prozent auf -0,4 Prozent im Dezember 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Erwartungshaltung der Analysten wurde sehr deutlich verfehlt. Sie hatten mit einem Umsatzplus in der Größenordnung von +2,6 Prozent gerechnet.

Der schweizerische Außenhandelsüberschuss ist aufgrund des starken Franken ebenfalls unter Druck geraten. So sank der Exportüberschuss beim internationalen Handel mit Waren und Gütern von 1,79 auf 1,28 Milliarden Sfr. im Januar 2011. Volkswirtschaftler waren von einem Außenbeitrag in Höhe von 1,72 Milliarden Sfr ausgegangen für den Berichtsmonat Januar 2011.

Beim Einkaufsmanagerindex (PMI) ist eine rückläufige Tendenz auszumachen. Der vom Schweizerischen Verband für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME) und Credit Suisse gemeinsam errechnete Index fiel von 61,1 Punkte auf 60,5 Punkte. Allerdings wurde die Erwartungshaltung der Analysten übertroffen, welche einen größeren Absacker auf 59,3 Punkte prognostiziert hatten.

Die Aussicht auf eine baldige Leitzinsanhebung im Euroraum durch die Europäische Zentralbank (EZB) spricht für die Euro Kursentwicklung 2011. Obwohl Notenbank-Chef Jean Claude Trichet einen Gang nach unten geschaltet hat in Bezug auf seine Leitzinserhöhungs-Rhetorik nach der geldpolitischen Sitzung vom 2./3. Februar 2011, rechnet man mit Zinsschritten.

Grund dafür ist in erster Linie die Inflationsentwicklung im Euroraum, welche im Dezember bei +2,2 Prozent und im Januar bei +2,4 Prozent gelegen hat. Die EZB strebt eine Steigerung der Verbraucherpreise von weniger als zwei Prozent an. Wenn diese Ziel gefährdet erscheint, hat die Notenbank in der Vergangenheit stets die Leitzinsentwicklung angehoben. EZB-Beobachter rechnen mit einem ersten Zinsschritt von 1,00 auf 1,25 Prozent im September 2011.