Erste und UBS erwarten starkes Euro-Comeback
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Erste und UBS erwarten starkes Euro-Comeback

"In unserem Basisszenario erwarten wir auch eine graduelle Wachstumsbeschleunigung der Eurozone ab dem 2Q 2019. Dies sollte den Euro stärken und wir prognostizieren daher einen etwas schwächeren Franken im Verlauf des Jahres", heißt es im aktuellen Erste-Group-Quartalsheft Global Strategy. Nach Einschätzung von Österreichs größter Bank wird der Euro in den nächsten drei Quartalen auf 1,16 Franken steigen.

Aktuell kostet der Euro 1,1220 Franken - nach 1,1450 Franken vor einem Monat. Die Verluste (-2,01%) ähneln denen vorheriger Schwächephasen:
  • Während die Aktienmärkte im 4. Quartal 2018 abschmierten und Vermögensverwalter in den Schweizer Franken gingen, um ihre Portfolios zu stabilisieren, sank der Euro-Franken-Kurs von 1,1490 auf 1,1180 (-2,70%).
  • Im Februar/März 2019 purzelte der Euro von 1,1440 auf 1,1160 (-2,45%). Hintergrund war die sich festsetzende wirtschaftliche Abkühlung in der Eurozone zusammen mit der Ankündigung der EZB neue dreistellige Milliardenkredite an die Banken auszureichen.


"Wir belassen unsere EUR/CHF-Prognosen bei 1,15 für drei bis sechs Monate und 1,20 für zwölf Monate", sagt die UBS. "EZB-Zinserhöhungserwartungen, die wir für 2020 sehen, und eine Erholung der europäischen Wirtschaft öffnen die Tür für eine weitergehende Rallye auf 1,20."

Anders als Ende April/Anfang Mai 2018, als sich der Euro nur kurz bei 1,20 Franken halten könnte, wird die Eroberung der früheren Stützgrenze der UBS zufolge das nächste Mal nachhaltiger sein. Das größte Abwärtsrisiko für den EUR/CHF sei eine politische Krise in der Eurozone. "Dies würde den Franken stärken", so die UBS.

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