Smart Money bereitet sich auf Börsen-Crash vor
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Smart Money bereitet sich auf Börsen-Crash vor

Wer jetzt noch Aktien kauft, ist selbst schuld. Wer glaubt, Gold fällt unter 1.000 US-Dollar, wie von Goldman Sachs prognostiziert, für den kommt jede Hilfe zu spät. Das ist die Quintessenz von Stanley Druckenmiller, einem der erfolgreichsten Anleger dieser Zeit. Hier spricht jemand, der sich auskennt: Von 1986 bis 2010 erzielte Druckenmiller jedes Jahr eine durchschnittliche Rendite von 30%. Er hatte kein einziges Jahr drin, indem er einen Verlust machte.

"Geht raus aus den Aktienmärkten", sagt Druckenmiller auf der Sohn Conference 2016 in New York. Während Notenbanker mit der "absurden Idee von negativen Zinsen experimentieren", sei er in Gold gegangen. Die US-Notenbank (Fed) sei "radikal taubenhaft" und dürfte probieren, den US-Aktienindex S&P 500 weitere sechs Monate vor einem 20%-Rückgang zu bewahren. Eine Korrektur sei aber wegen dem rücksichtslosen Verhalten von Corporate America, das Schulden mache, um Übernahmen und Aktienrückkäufe zu finanzieren, längst überfällig.


Plötzlich stehen Mario Draghis Anlagetipps in einem völlig anderen Licht da. Der EZB-Chef legte den Deutschen vor einer Woche im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung indirekt nahe, Aktien zu kaufen: "Sie müssen ihr Geld nicht nur auf Sparbüchern belassen, sondern können auch anders investieren", sagte Draghi. Sein früherer Arbeitgeber, Goldman Sachs, prophezeit einen Absturz des Goldpreises unter 1.000 US-Dollar und geht davon aus, dass die Fed dreimal in diesem Jahr die Zinsen anheben wird. Goldman Sachs sagte auch, dass der Euro-Wechselkurs unter 1,00 US-Dollar sinken würde...

Fed-Chefin Janet Yellen muss sich bald entscheiden, wie lange sie noch Karussellfahren will. Denn durch die ultratiefen Zinsen habe die Fed laut Druckenmiller Konsumausgaben aus der Zukunft geliehen. Nun gilt es abzuwägen, was für die US-Wirtschaft am besten ist. Bei Beibehaltung der niedrigen Zinsen kann die Fed auf eine Konjunkturabkühlung nicht mit Zinssenkungen reagieren. Insofern ist man aktuell in einer Situation, in der Konsumausgaben von morgen zur Aufpäppelung der Konjunktur auf heute vorverlegt werden.

Mittlerweile dürften die USA an einem Punkt angelangt sein, wo es sinnvoller ist, die Zinsen unter Inkaufnahme einer Konjunkturdelle anzuheben. Aus der Konjunkturdelle käme man dann mit Zinssenkungen, die das Wachstum anfachen würden, wieder relativ leicht heraus. Im Vergleich zu den Euro-Europäern sind die USA in einer relativ günstigen Ausgangslage. Denn die EZB ist so superexpansiv geworden, dass sie - außer mit hochumstrittenen Maßnahmen wie dem Helikoptergeld oder dem Ankauf von Aktien - keine Chance hat bei einer Wirtschaftsabkühlung gegenzuhalten.