Das Beste für Eurokurs und Eurozone kommt erst noch
+++ Euro vor EZB-Sitzung bei 1,0830 Franken +++
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Das Beste für Eurokurs und Eurozone kommt erst noch

Der Euro steigt auf ein Sechswochenhoch bei 1,0552 Franken. Die Gründe für den Anstieg sind vielschichtig. Da wäre zum einen das robuste Wirtschaftswachstum in der Eurozone, das nun noch einmal bestätigt wird. Tiefe Rohstoffpreise fachen Konsum und Investitionen an. Werden die Sanktionen gegen Russland beendet, könnte die Konjunktur den Turbo zünden. Steht der Blue-Chip-Währungsraum vor einer neuen Blüte?

Die Wirtschaft im Euroraum hat ihr robustes Wachstum trotz Griechenland-Krise fortgesetzt. "Die Eurozone expandierte im Juli zwar mit leicht verringertem Tempo, die Wachstumsrate war jedoch erneut eine der höchsten der zurückliegenden vier Jahre", meldet das Forschungsinstitut Markit. Sowohl der Industriesektor als auch der Dienstleistungsbereich vermeldeten anhaltend hohes Wachstum. Der von Markit erhobene Sammelindex lag im Juli bei 53,7 Punkten nach 54,2 Zählern im Juni.

Auch bei den Schuldenständen läuft es gut. Das Verhältnis von Staatsschulden zur Wirtschaftsleistung im Euroraum lag am Ende des ersten Quartals 2015 bei 92,9 Prozent, wie eine neue Datenerhebung das Statistikamtes Eurostat zeigt. Das sind 10 Prozentpunkte weniger als in den USA und 140 Prozent weniger als in Japan.


Für die Eurozone als letzten verbleibenden Blue-Chip-Währungsraum spricht ferner ihr Exportüberschuss.

Tiefe Rohstoffpreise werden das Wachstum beschleunigen. In der Europäischen Union ist die industrielle Wertschöpfung größer als in den USA, wie eine doppelt so hohe Rohstahlerzeugung zeigt. Demzufolge dürfte die europäische Wirtschaft vom Ausverkauf bei Kupfer & Co. stärker profitieren als die vom Konsum dominierte US-Volkswirtschaft.

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Im Hintergrund sorgt die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren Käufen von Staatsanleihen dafür, dass die Konjunktur keine Chance hat von dem eingeschlagenen Wachstumspfad abzuweichen.

Auch die geopolitische Lage spricht für die Eurozone. Denn die tiefen Ölpreise belasten die russischen Staatsfinanzen. Dies könnten dazu beitragen, dass Russland und die EU mit den Sanktionen, die für beide Seiten nur Nachtteile bringen, aufhören. Stünde Russland wieder zu 100 Prozent als Absatzmarkt zur Verfügung, würde die Wirtschaftsleistung im Euroraum noch einen Zahn zulegen. Auch der Iran dürfte bald wieder als Absatzmarkt zur Verfügung stehen.