Schweizer Notenbank muss früher oder später zuschlagen
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Schweizer Notenbank muss früher oder später zuschlagen

Die EUR/CHF-Devisennotierung sinkt unter 1,05. Der Franken stört sich nicht daran, dass er aus der Sicht der Schweizerischen Nationalbank (SNB) überbewertet ist. Denn die Notenbank dürfte nur vorübergehend eine Geldpolitik der ruhige Hand betreiben. Bereitet sie bereits den nächsten Paukenschlag vor?

Insgesamt sei der Franken "deutlich überbewertet", stellt die SNB im Rahmen ihrer vierteljährlichen Lagebeurteilung fest. Man bleibe "am Devisenmarkt aktiv, um die monetären Rahmenbedingen zu beeinflussen." Ihre Handlungsbereitschaft stellte die SNB in den vergangenen Monaten unter Beweis, indem sie einen Rückgang des Euros unter 1,03 Franken verhinderte.

Aktuell notiert der Euro-Franken-Kurs bei 1,0450. Es gäbe also anderthalb Rappen Abwärtsspielraum. Gut möglich, dass die Akteure am Devisenmarkt die Schmerzgrenze austesten, zumal die Kuh in Griechenland nicht vom Eis ist.

Gemäß den SNB-Prognosen wird die export- und wechselkursabhängige Schweizer Wirtschaft 2015 ein Wachstum von knapp einem Prozent auf die Beine stellen. Vor einen halben Jahr ging man von einem Wachstum von zwei Prozent aus. Seinerzeit galt noch der Euro-Mindestkurs bei 1,20 Franken.

Je näher das Jahresende kommt, umso größer dürfte bei der Schweizerischen Nationalbank die Bereitschaft sein, von ihre Geldpolitik der ruhigen Hand abzuweichen. Sollte der Eurokurs unter 1,05 Franken ausharren, würde die SNB einen Jahresverlust zwischen 20 und 40 Milliarden Franken machen. Insofern stehen die Chancen gut, dass sich der Ausblick der Bayerischen Landesbank bestätigt.

Man rechne, damit, "dass die SNB in den nächsten Monaten den Einlagensatz nochmals um 50 BP (aktuell: -0,75%) senken wird, um den Franken auf etwa 1,10 CHF abwerten zu lassen", heißt es in einem aktuellen Währungskommentar der Landesbank.

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