EUR/CHF klettert auf 1,06 - nimmt bereits 1,08 ins Visier
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Die Schweizer machen ihren Franken stark...>
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EUR/CHF klettert auf 1,06 - nimmt bereits 1,08 ins Visier

Der EUR/CHF-Wechselkurs klettert innerhalb einer Woche von 1,0278 auf 1,0575. Dank einer Aufwertung um drei Prozent notiert der Euro so hoch wie seit zweieinhalb Monaten nicht mehr. Schweizer Investoren und Großindustrielle hatten die Stärkephase der Gemeinschaftswährung nicht auf dem Zettel. Geht es weiter bergauf? Oder wird die Devisennotierung wegen den schwersten Gefechte in der Ukraine seit der Waffenruhe wieder eingebremst?

"Mein Wunsch wäre ein Frankenkurs von 1,10 zum Euro und 1 Franken zum Dollar. Aber das werden wir sehr wahrscheinlich nicht erreichen. Wir müssen mit einer Situation von 1:1 zum Euro rechnen", sagte der Investor und Industrielle Michael Pieper gerade erst im Gespräch mit cash.ch. Der gemäß Wikipedia auf Platz 580 der Forbes-Liste stehende Pieper ist einer der zehn reichsten Schweizer und kann sich auf Zusatzeinnahmen freuen, sollte der Euro-Franken-Kurs nicht wieder rückfällig werden.

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Die Gefahr eines abermaligen Rückgang des Euro besteht, weil es in der Ostukraine zu den schwersten Gefechten seit dem Beginn der Waffenruhe kommt. Wegen der kriegerischen Auseinandersetzung dürfte die Nachfrage nach dem von Investoren seit eh und je als sicheren Hafen wahrgenommenen Schweizer Franken wieder steigen. Noch werden die Safe-Hafen-Zuflüsse in die Schweiz von Kapitalabflüssen überboten.

Aus charttechnischer Sicht winken dem Euro weitere Kursgewinne, weil es der Gemeinschaftswährung gelingt die Höchststände von Ende April bei 1,0520 und Mitte Mai bei 1,0502 zu überbieten. Wegen des Bruchs der Widerstandszone hat der Euro-Franken-Kurs nun freie Fahrt, um seinen Anstieg auf die Hochs vom Februar bei 1,07-1,08 fortzusetzen.

Die Euro-Bullen müssten auf der Hut sein, sollte der EUR/CHF-Wechselkurs erneut unter 1,05 abtauchen. Ein rascher Rückgang bis auf den Ausgangspunkt des aktuellen Anstiegs auf 1,0278 wäre dann möglich. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sähe sich anschließend wohl gezwungen mit etwas mehr als homöopathischen Dosen einzugreifen.

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