Franken-Kreditnehmer müssen vor SNB auf der Hut sein
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Franken-Kreditnehmer müssen vor SNB auf der Hut sein

Zum Leidwesen von Franken-Kreditnehmern steuert der Schweizer Franken auf einen Wechselkurs von 1 zu 1 mit dem Euro zu. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die Parität. Am Ende könnte sie jedoch als Verlierer dastehen, und mit ihrer Legende eines überbewerteten Franken jede Menge gutgläubige Fremdwährungskreditnehmer in die Irre geführt haben.

"Der Markt hat eindeutig Blut geleckt und will EUR-CHF tiefer sehen. Vielleicht auch um die SNB auszutesten und herauszufinden, wo ihre Schmerzgrenze liegt", heißt es in einem Tageskommentar der Commerzbank. Gemäß den Prognosen von Deutschlands zweitgrößter Bank wird der Euro-Franken-Kurs bis zur Jahresmitte 2015 auf 1,00 sinken und in den darauf folgenden zwölf Monaten auf 0,96 abtauchen.

Derweil prallte der Eurokurs zum dritten Mal innerhalb von 24 Stunden bei 1,0230 Franken zurück. Dies, zusammen mit dem Anstieg der Giroguthaben der schweizerischen Banken bei der SNB, sind klare Indizien dafür, dass die SNB versucht die Talfahrt aufzuhalten. Ob ihr das gelingt, steht in den Sternen.

Die Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank sagt: "Vielleicht dämmert es ihm (dem Markt) aber auch schon, dass die SNB keine glaubwürdigen Mittel mehr hat, um eine Aufwertung dauerhaft zu verhindern. Weitere Zinssenkungen dürften kaum noch eine Wirkung haben."

Die Schweizerische Nationalbank hat bei ihrer letzten Lagebeurteilung noch einmal wiederholt, dass der Franken insgesamt deutlich überbewertet sei und sich über die Zeit abschwächen sollte. Bei dieser Prognose scheint der Wunsch der Vater des Gedanken gewesen zu sein. So hat der Franken seitdem nicht ab, sondern aufgewertet.


Franken-Kreditnehmer tun weiterhin gut daran, der von Thomas Jordan geleiteten 108-jährigen Schweizerischen Nationalbank nicht über den Weg zu trauen.

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Der Verlust eines Otto-Normal-Franken-Kreditnehmers hat sich in den vergangenen zwei Monaten um etwa 13.000 Euro (nach Berücksichtigung der Zinserparnis gegenüber einer Euro-Finanzierung) erhöht. Schuld ist ein Rückgang des Euro-Franken-Kurses von 1,08 auf 1,02.