Euro knickt auf 1,05 Franken ein: War das erst der Anfang?
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Euro knickt auf 1,05 Franken ein: War das erst der Anfang?

Der Eurokurs sinkt von 1,0670 Franken auf 1,0510 Franken. Das ist der tiefste Stand seit vier Wochen. Nun könnte es ungemütlich für die Gemeinschaftswährung werden, zumal die Schweizerische Nationalbank (SNB) nach dem Paukenschlag von Anfang des Jahres zu einer Geldpolitik der ruhigen Hand übergehen dürfte.

"Wir erwarten nicht, dass die SNB in der kommenden Woche weitere Maßnahmen ergreifen wird", zitiert die Schweizer Handelszeitung die Währungsexpertin Ursina Kubli von der Bank Sarasin. Eine Lockerung der Geldpolitik über noch negativere Zinsen, die den Eurokurs Richtung 1,10 Franken befördern könnte, wird es demnach nicht geben.


Eine charttechnische Analyse der Credit Suisse bestätigt die sich zuletzt abzeichnende Tendenz, wonach der Euro den Weg nach unten einschlagen könnte. Gemäß der Bank befanden sich technische Unterstützungen bei 1,0627 und 1,0594. Beide Niveaus hielten nicht Stand

Auch die St.Galler Kantonalbank muss ihre Analyse adjustieren. "Unterstützung
erfährt der Euro weiterhin bei 1,0600 bzw. 1,0400", schreibt die Bank. Aus der Unterstützung bei 1,0600 ist nun Widerstand geworden.

Einer aktuellen Prognose der Credit Suisse zufolge wird der Eurokurs bis Mai 2015 auf 1,05 Franken sinken. Noch pessimistischer ist die St.Galler Kantonalbank, die mit 0,98-1,03  (Ø = 1,0050) rechnet. Bis Anfang 2016 erwarten beide Banken wieder einen Anstieg. Die Credit Suisse sieht den Eurokurs auf 1,08 Franken klettern, die St.Galler Kantonalbank auf 1,00 bis 1,05 (Ø = 1,0250).