EUR/CHF-Kurs reagiert auf EZB-Geldspritze mit Höhenflug
+++ Euro purzelt auf 1,0725 Franken +++
Der Franken bleibt deutlich überbewertet ;-)
Home » » EUR/CHF-Kurs reagiert auf EZB-Geldspritze mit Höhenflug

EUR/CHF-Kurs reagiert auf EZB-Geldspritze mit Höhenflug

Der Euro-Franken-Kurs bleibt seiner Linie treu, und so steigt der Wechselkurs auf 1,0801. Keine Spur findet man in der Devisennotierung von einem Verwässerungseffekt, den die Europäische Zentralbank (EZB) mit dem massiven Ankauf von Staatsanleihen herbeiführt. Stattdessen kann der Euro vor Kraft kaum laufen, weil risikofreudige Anleger den als sicheren Hafen bekannten Schweizer Franken links liegen lassen.

Wenn der Aktienindex Euro Stoxx 50, der die 50 größten börsennotierten Unternehmen der Eurozone umfasst, steigt, dann steigt auch der Euro-Franken-Kurs. Dieser Zusammenhang hat sich nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses etabliert. So kletterte der Euro Stoxx 50 seit dem 15. Januar von 3.112 Punkte auf 3.545 Punkte (+13,92 Prozent). Der Euro-Franken-Kurs stieg im gleichen Zeitraum von 0,9750 auf 1,0801 (+10,78 Prozent).


Die größten Devisenhändler der Welt haben die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt. Die Prognose der Citigroup, die den größten Marktanteil bei Währungen hat, sieht den Euro Ende März 2015 bei 1,10 Franken. Auch die Nummer drei der Branche, die britische Barclays Bank, kalkuliert mit 1,10. Etwas vorsichtig ist der Vizeweltmeister Deutsche Bank mit 1,05.

Bei den Devisenhändlern aus der zweiten und der dritten Reihe, hat man das Erholungspotential unterschätzt. Wie Rumpelstilzchen ärgert sich die Commerzbank über die Schweizerische Nationalbank (SNB), vielleicht auch, weil der von ihr für Ostern prognostizierte Kurs von 1,01 derzeit verfehlt wird. Noch weiter liegen die österreichische Raiffeisenbank und die Landesbank Hessen-Thüringen daneben, die mit Euro-Franken-Kursen von 0,95 kalkulieren.

Die Gemengelage an den Finanzmärkten deutet darauf hin, dass es bei einer Talfahrt an den Aktienmärkten, allen voran beim Euro Stoxx 50, zu einem Rückgang des Euro-Franken-Kurses kommen dürfte. Weil aber die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer 1,14 Billionen Euro Geldspritze die Aktienkurse stützt, erscheinen Korrekturen und damit auch das Rückschlagpotential des Euro-Franken-Kurses begrenzt.