Warum der Knoten beim Euro-Franken-Kurs am platzen ist
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Warum der Knoten beim Euro-Franken-Kurs am platzen ist

Das große Geld fließt wieder nach Europa. Anleger investieren auf dem alten Kontinent, während Analysten von einer phänomenalen Trendwende sprechen. Von strukturellen Reformen in den Euroländern wird die ökonomische Renaissance gespeist. Eine Nebenwirkung: Die Chancen für einen Anstieg beim Eurokurs CHF steigen.

Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,2350 Franken. Weil ausländische Investoren nach Europa zurückkehren, könnte demnächst der Knoten beim Wechselkurs des Euros zum Schweizer Franken platzen. Vieles spricht für eine Zunahme des Devisenpaars auf 1,25. Sollte der Euro in den Anstiegsmodus wechseln, könnte sogar das Zwei-Jahres-Hoch vom Mai bei 1,2650 fallen.

In der Woche zum 9. Oktober flossen unter dem Strich 1,19 Milliarden Euro netto in europäische Aktienfonds, wie Statistiken der US-Investment Bank Jeffries zeigen. Es war der 15. wöchentliche Zufluss in Folge. In die europäischen Anleihemärkte strömten 589 Millionen Euro. Am Geldmarkt gab es ein Plus von 3,93 Milliarden Euro.

Phänomenale Trendwende

"Es gibt in der Geschichte keine Zeit, in der Europa es geschafft hat, so viele Strukturreformen in einem solch kurzen Zeitraum durchzuführen", sagte die Chef-Ökonomin Dr. Marie Owens Thomsen von Crédit Agricole laut einer CNBC-Meldung. Einzelne Länder hätten "phänomenale" Trendwenden ihrer Fiskalposition hingelegt und steuerten auf Leistungsbilanzüberschüsse zu.

Obwohl die Euroländer die Schuldenkrise in den Griff bekommen haben, bleibt der Euro Wechselkurs weit von seinem Vor-Krisen-Niveau entfernt. Als Griechenland Ende 2009 die Schuldenkrise auslöste, stand der Eurokurs bei 1,51 Franken.

Für den Euro gibt es noch einige Stolpersteine, wie die in den südeuropäischen Banken schlummernde faulen Kredite sowie die italienische Wirtschaft, welche kaum Wachstumspotential aufweist.

Spätestens wenn diese Probleme im ersten Quartal 2014 gelöst werden, sollte der Knoten beim Eurokurs CHF platzen. Es könnte jedoch auch schon sehr viel früher bergauf gehen, weil Investoren allen Grund haben sich von dem streitsüchtigen und reformunfähigen US-Politikapparat abzuwenden. Die USA könnten von einer Schuldenkrise eingeholt werden.