EUR/CHF Kurs in Echtzeit

EUR/CHF Kurs in Echtzeit

Freitag, 17. August 2018: Der Tag für den Euro-Franken-Kurs


+++ 8.40 Uhr +++


Bei 1,1350 Franken angekommen, zeigt der Euro Interesse noch vor Wochenschluss 1,14 zu knacken. Ein wichtige Kennzahl vom Devisenoptionsmarkt, das 25-Delta Risk Reversal für einmonatige EUR/CHF-Optionen, macht von seinem negativen Extrempunkt einen Satz nach oben. Das deutet darauf hin, dass der Euro möglicherweise sogar die Widerstandszone bei 1,1420-1,1450 angreifen wird.


Donnerstag, 16. August 2018: Der Tag für den Euro-Franken-Kurs


+++ 16.55 Uhr +++


Der Euro kletterte in den letzten 24 Stunden von 1,1240 auf 1,1330 Franken. Gegen den US-Dollar geht es um ein Cent auf 1,14 rauf. Man muss mit weiteren Kursgewinnen des Euros rechnen, weil die Stimmung an den Börsen und die Risikobereitschaft am steigen sind.


+++ 8.50 Uhr +++


So klettert der Euro auf 1,17 Franken:
  1. Sollte die US-Notenbank (Fed) es mit den Leitzinserhöhungen langsamer angehen, könnte der Euro gegen den US-Dollar zulegen. Dies würde dem Euro-Franken-Kurs helfen, verlorenes Terrain zurückzuerobern.
  2. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone zieht dank dem weichen Euro wieder an und Draghi stellt einen Blanko-Scheck per für Italien aus, so dass die Zinsen dort wieder sinken.
  3. Die Schweizerische Nationalbank (SNB), die laut Credit Suisse ihren Leitzins (CHF 3-Monats-Libor) im März 2019 von -0,75% auf -0,50% anheben wird, nimmt von einem solchen Schritt Abstand.
Fazit:
Im Idealfall laufen die oben genannten Entwicklungen parallel ab, worauf der Eurokurs mit einem Anstieg von derzeit 1,13 auf ca. 1,17 Franken reagieren sollte.





Mittwoch, 15. August 2018: Der Tag für den Euro-Franken-Kurs


+++ 17.40 Uhr +++


Der Euro sinkt auf eine neue Tiefstmarke 1,1260 Franken. Anleger schmeißen Aktien aus ihren Portfolios. Der Schweizer Franken profitiert von der zunehmenden Risikoscheu. Hinzu kommt die größte Zinsdifferenz zwischen deutschen- und italienischen Staatsanleihen seit fünf Jahren. Der Spread bei den Zehnjährigen klettert auf 2,80%.


+++ 8.55 Uhr +++


Greift die Schweizerische Nationalbank (SNB) ein? SNB-Chef Thomas Jordan dürfte das Stärkerwerden des Schweizer Franken ein Dorn im Auge sein. "Wir glauben die Notenbank wird die Frankenstärke bei Wechselkursniveaus von 1,12-1,13 eindämmen", sagt die niederländische Bank ING laut Bloomberg. Die Commerzbank erwartet SNB-Stützungskäufe bei einem Absacken des Euros auf 1,10 Franken.

Aktuell ist der Euro-Franken-Kurs bei 1,13, nachdem er Dienstagabend auf ein Einjahrestief bei 1,1265 fiel. Es läuft gerade ein dritter Erholungsversuch. Die türkische Lira kann derweil zulegen und notiert gegenüber Euro und Dollar auf den Ständen vom letzten Freitag. Der Euro-Franken-Kurs scheitert bislang daran die Verluste der letzten Tage wettzumachen.




Dienstag, 14. August 2018: Der Tag für den Euro-Franken-Kurs


+++ 16.10 Uhr +++


Auch der zweite Erholungsversuch scheitert: Der Euro sinkt mit 1,1270 Franken auf den tiefsten Stand seit dem 21. August 2017. Man sollte sich jetzt auf einen Rückfall der Devisennotierung auf 1,10 vorbereiten.



+++ 8.45 Uhr +++


Es läuft ein zweiter Erholungsversuch, und so klettert der Euro auf 1,1350 Franken. Diesmal scheint mehr Substanz hinter dem Anstieg zu stecken. Aktienmärkte und türkische Lira erholen sich ebenfalls, die Zinsen von Staatsanleihen aus Deutschland und Italien spreizen sich nicht weiter auf.

Der EUR/CHF-Kurs muss eine Widerstandszone bei 1,1420-1,1450 knacken, um vor einem erneuten Rückfall in den 1,12-er Bereich gefeit zu sein. Ob das gelingt, wird vom Wechselkurs des Euros gegen den US-Dollar abhängen. Hier braucht es einen Anstieg über 1,15. Der Euro-Dollar-Kurs sank zum Wochenauftakt mit 1,1365 auf den tiefsten Stand seit 13 Monaten.





Montag, 13. August 2018: Der Tag für den Euro-Franken-Kurs


+++ 18.55 Uhr +++


Der Eurokurs muss einen Erholungsversuch bei 1,1360 Franken abbrechen, nachdem die italienische Regierungspartei Lega vor einem Zusammenbruch der Gemeinschaftswährung warnt.

"Entweder die EZB bietet eine Garantie oder der Euro wird auseinanderbrechen." Zwischen den Staatsanleien zweier Euro-Staaten seien 1,5% Zinsunterschied ein vernünftiges Maximum, sagt Claudio Borghi, wirtschaftspolitischer Sprecher der Lega, der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Abstand zwischen zehnjährigen Staatsanleihen aus Deutschland und Italien ist derzeit bei 2,8%. Man darf davon ausgehen, dass EZB-Chef Mario Draghi dem Lega-Vorschlag nicht abgeneigt gegenüber steht.

In der Praxis würde das bedeuten: Die EZB kauft wieder mehr Staatsanleihen und verwässert damit noch stärker den Außenwert des Euros. Am Schweizer Franken ginge kein Weg vorbei.


+++ 12.45 Uhr +++


Italien macht einer zügigen Erholung des Euros einen Strich durch die Rechnung. Die neue Regierung in Rom hat Angst, dass ihr etwas Ähnliches wie der Türkei widerfährt. Politiker warnen vor einer spekulative Attacke. Nüchtern betrachtet handelt es sich allerdings um einen Käuferstreik. EZB-Präsident Draghi ist auch involviert. Die italienische Regierung stehe in Kontakt mit Draghi, berichtet die Zeitung "La Stampa".

Die Price Action an Finanzmärkten deutet weiter daraufhin, dass die Währungskrise in der Türkei nicht "das große Ding" wird und eine neue Ära mit sinkenden Vermögenspreisen einleitet. Vielmehr muss man damit rechnen, dass die Aktienbarometer an der Wall Street noch einmal einen neuen Anlauf auf Allzeithochs nehmen. Die steigende Risikobereitschaft sollte dann auf die europäischen Märkte überschwappen und dem Euro helfen, sich auf etwa 1,15 Franken zu erholen.


+++ 9.20 Uhr +++


Die Talfahrt geht zunächst weiter, und so sinkt der Euro zum Wochenauftakt auf 1,1285 Franken. Damit kostet er noch einmal etwas weniger als am Freitag, als er auf 1,1340 absackte. Mit Handelsbeginn in Europa beginnt sich der Euro dann zu erholen. Er erobert die Marke von 1,13 zurück. Startet jetzt die Gegenbewegung auf 1,15?

Weiterlesen: EUR/CHF-Ausblick: Flinte nicht ins Korn werfen



Freitag, 10. August 2018: Der Tag für den Euro-Franken-Kurs


+++ 16.30 Uhr +++


Der Euro fällt um 16:30 Uhr auf 1,1350 Franken. Das ist der niedrigste Stand seit zwölf Monaten.

Die Talfahrt geht weiter, und so ist 1 Euro am Freitagnachmittag nur noch 1,1380 Franken wert. Der türkische Präsident Erdogan fordert seine Landsleute auf Euros, Dollar und Gold in die Landeswährung Lira zu tauschen. Nicht wenige scheinen allerdings den Schweizer Franken zu bevorzugen...

+++ 10.00 Uhr +++


Der Euro sinkt am Freitagmorgen mit 1,1401 Franken auf den tiefsten Stand seit Ende Mai 2018. In der Türkei verschärft sich die Lira-Krise, woraufhin sich die EZB alarmiert zeigt. Drei Großbanken aus der Eurozone, Frankreichs BNP Paribas, die Bank-Austria-Mutter Unicredit und Spaniens BBVA, bereiten der EZB-Bankenaufsicht Sorge.

Sie haben Kredite in Euro an türkische Geschäftspartner ausgereicht. Da sich die türkische Lira immer weiter abschwächt, drohen nun Probleme mit der Rückzahlung. Der Euro schwebt wegen der Krisenstimmung in akuter Gefahr als nächstes unter eine wichtige Unterstützung bei 1,1370 Franken zu fallen.

Weiterlesen: Darum sinkt der Euro-Franken-Kurs weiter auf 1,12