Liveticker: Wie tief zieht die Deutsche Bank EUR/CHF runter?
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Liveticker: Wie tief zieht die Deutsche Bank EUR/CHF runter?

17:44 Uhr
Der Euro fährt am Vormittag in der Achterbahn mit der Deutschen-Bank-Aktie runter, und am Nachmittag wieder rauf. War 1 Euro zum Börsenstart in Europa lediglich 1,0810 Franken wert (Deutsche Bank: 9,10 Euro), sind es zum Börsenschluss 1,0910 Franken (Deutsche Bank: 11,70 Euro). Trotz der Aufholjagd bleibt ein Monatsminus von einem halben Prozent. Am 1. September 2016 notierte der Euro bei 1,0960 Franken.



17:18 Uhr
Die Strafe für die Deutsche Bank in den USA wird angeblich von 14 Milliarden US-Dollar auf etwas mehr als 5 Milliarden Dollar verringert. Die Deutsche-Bank-Aktie klettert 13% auf 11,45 Euro. Der EUR/CHF-Kurs steigt auf 1,0905 - nach 1,0810 am Vormittag.



16:42 Uhr
Deutschland hat eines der schlechtesten Bankenwesen der Welt. Das sagte Paul Gambles, Managing Partner des Financial Advisors MBMG International, bereits Ende 2013 auf CNBC. Schaut man sich an, wie der Chef der Sparkasse Düsseldorf abgesägt wird, weil er sich weigerte, die Ausschüttungen an die Stadt zu erhöhen, ahnt man warum.

Gambles hatte vor knapp drei Jahren die aufkommenden Kapitalprobleme der Deutschen Bank kommen sehen. Es sei sehr wahrscheinlich, dass der deutsche Steuerzahler als nächstes die Deutsche Bank stützen müsse. Je länger man das aufschiebe, umso schwieriger werde die Rettung. Sollten alle Stricke reißen, sei sogar eine Hyperinflation in Deutschland möglich. (CNBC, 30.09.16)



15:00 Uhr



13:28 Uhr
Deutsche-Bank-Chef Cryan gibt Spekulanten die Schuld am Aktienkurs-Niedergang, also jenen Marktteilnehmern, die sein Haus mit derivaten Folterinstrumenten nur allzu gerne gegen dicke Provisionserlöse ausstattet. Am Markt seien Kräfte unterwegs, die das Vertrauen in Deutschlands größtes Geldhaus schwächen wollten, schreibt der CEO in einem Brief an die Mitarbeiter.

Die Aussagen Cryans unterstreichen, warum diese Bank nicht funktioniert und so unglaubwürdig dasteht: Man kann nicht auf der einen Seite mit angelsächsischem Investment-Banking hohe Profite einstreichen wollen, sich dann aber auf der anderen Seite bei Problemen auf den in der EU gepflegten rheinischen Sozialstaat berufen.

Zum Thema:
Deutsche-Bank-Chefvolkswirt fordert 150 Mrd. EU-Bankenkenrettung




12:23 Uhr
Der Euro steigt recht steil auf 1,0905 Franken, fällt dann aber wieder auf 1,0870 Franken zurück. Die Aktie der Deutschen Bank erholt sich von 9,91 Euro auf 10,46 Euro, gefolgt von einem Rückgang auf 10,33 Euro.

Ginge von den deutschen Banken nicht Angst und Schrecken aus (neben der Deutschen Bank liefert auch die Commerzbank ein desaströses Bild ab), wäre der EUR/CHF-Kurs wahrscheinlich höher. Denn das 25-Delta Risk Reversal für einmonatige EUR/CHF-Optionen steigt um 0,2% auf -0,85%.

Zum Thema: Ifo-Chef Fuest warnt vor neuer Bankenkrise



11:26 Uhr
"Die Deutsche Bank hat Probleme, Deutschland hat Probleme", sagt Erdogan-Berater Yigil Bulut. Ein geschickter Schachzug, um von den wirtschaftlichen Probleme, die auf die Türkei zukommen, abzulenken.

Die Türkei wäre nach Einschätzung von Moritz Krämer, Europa-Chef bei Standard & Poor's, bei einer US-Zinserhöhung wegen der dann einsetzenden Kapitalabflüsse der größte Verlierer. "Es gibt kein anderes großes Schwellenland, das so stark wie die Türkei von externer Finanzierung abhängig ist", so Krämer.

Insofern müsste sich die Türkei nun noch rasch mit Deutsche-Bank-Aktien eindecken. Denn die türkische Lira dürfte sich im Falle einer US-Leitzinserhöhung im Dezember 2016 abschwächen. Erdogan bekäme dann für seine paar Groschen, die er da noch in der Staatskasse hat, kaum noch etwas.



10:55 Uhr
Das hat historische Dimensionen, was sich hier abspielt: Der türkische Präsident Erdogan möchte die 1870 in Berlin gegründete Deutsche Bank kaufen. Die hat mit Paul Achleitner einen Österreicher als Aufsichtratschef. Bismarcks Preußen hatten 1866 die Habsburger in der Schlacht bei Königgrätz besiegt und damit die Gründung des zweiten deutschen Reiches und der Deutschen Bank erst möglich gemacht. Verliert nun ein Österreicher die Bank an die Türken, wäre das quasi die Revanche dafür, dass Bismarck Österreich-Ungarn seinerzeit nicht dabei haben wollte und auf eine kleindeutsche Lösung pochte.



10:06 Uhr
"Wenn die Aktie der Deutschen Bank in den einstelligen Bereich fällt, wird es eine Panik geben", hatte der US-Bondkönig Jeffrey Gundlach über den Sommer gewarnt. Einstweilen können sich die Papiere der Deutschen Bank bei 10,25 Euro befestigen. Simultan notiert der Euro bei 1,0831 Franken etwas fester.




09:10 Uhr
Die Deutsche-Bank-Aktie sinkt auf ein Rekordtief bei 9,91 Euro, woraufhin der Euro auf 1,0810 Franken einbricht. Neben dem Schweizer Franken profitiert Gold davon, dass Börsianer Deutsche Bank und Lehman Brothers in einem Atemzug nennen. Gold steigt um 10 US-Dollar auf 1.326 Dollar je Feinunze.