EUR/CHF-Ausblick 2017: Was führende Experten erwarten
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EUR/CHF-Ausblick 2017: Was führende Experten erwarten

"Profiteure im Falle eines Präsidenten Trump wären Safe-Haven-Währungen wie der Franken," sagt die Bayerische Landesbank und prognostiziert EUR/CHF auf 1,06. Österreichs Raiffeisenbank steht auf dem Standpunkt: Die Zeit heilt alle Wunden. Sie rechnet mit einem Euro-Anstieg auf 1,12 Franken. Auch die Deka Bank sieht Druck aus dem Franken-Kessel entweichen. Ihre Prognose: EUR/CHF klettert auf 1,11.

Aktuell steht der Euro bei 1,09 Franken. Damit sich die Schweizer Franken Prognose der BayernLB als richtig herausstellt, müsste sich der Euro in den nächsten zwölf Monaten um knapp 3% abschwächen. Im Juli hatte die Landesbank noch einen Rückfall des Euros auf 1,03 Franken prognostiziert. Nun rudert sie zurück:

"Auch wenn wir mittlerweile eine weniger ausgeprägte Franken-Aufwertung prognostizieren, bleiben wir bei der Sicht, dass es der SNB immer schwerer fallen wird, den Aufwärtsdruck auf den Franken angesichts einer zunehmenden Einpreisung politischer Risiken und einer Schwächung des Euro durch die EZB ganz abzuwenden."


Politische Börsen haben kurze Beine. Einen Flurschaden auf dem europäischen Währungsmarkt wegen den US-Präsidentschaftswahlen sieht man bei Raiffeisen Research nicht. Der Euro werde aber Zeit brauchen, um sich weiter zu erholen, signalisieren die Prognosen der Devisenexperten. Gemäß ihrem Währungsausblick wird sich der EUR/CHF-Kurs 2017 in einem ersten Schritt bei 1,10 befestigen und danach auf 1,12 steigen.

"Der Druck auf den „sicheren Hafen“ Schweizer Franken dürfte in unserem Prognosezeitraum bis Ende 2017 nur langsam nachlassen und der Franken dabei noch stark überbewertet bleiben", analysiert die Deka Bank. Bei einer wirtschaftlichen Erholung in der Eurozone müsste der EUR/CHF-Kurs dann steigen. Als konkretes Kursziel nennt die Deka Bank 1,11.