Provokante Prognosen: EUR/CHF 1,15, Gold $1.000, Dax auf 13.000
+++ Euro steigt auf 1,0848 Franken (11:48 Uhr) +++
Exportüberschüsse Triebfeder des Euro-Anstiegs...>
Home » » Provokante Prognosen: EUR/CHF 1,15, Gold $1.000, Dax auf 13.000

Provokante Prognosen: EUR/CHF 1,15, Gold $1.000, Dax auf 13.000

Der Euro steigt auf 1,15 Franken. Gold fällt unter 1.000 US-Dollar. Dax und Atx erreichen Rekordhochs. Sieht es so am Jahresende 2016 aus? Aus heutiger Sicht sind diese Prognosen haarsträubendend. Niemand hat sie auf dem Zettel. Wer das Marktumfeld durchleuchtet, findet allerdings von Tag zu Tag mehr Anhaltspunkte dafür, dass es auf ein solches Szenario hinausläuft.

1) Warum soll der Euro gerade jetzt auf 1,15 Franken steigen?
Weil die Schweizer Wirtschaft schwach aufgestellt ist: "Es hat nach dem Frankenschock quasi eine Übergabe des Wachstumsstabes von der Schweiz nach Europa stattgefunden", sagt UBS-Chefökonom Daniel Kalt zu cash.ch. Kalt rechnet damit, dass die Schweiz der Eurozone beim Wachstum um ein halbes Prozent hinterherhinken werde. Es dürfte sogar mehr werden: Schafft die Eurozone ein Wachstum von 1,6%, die Schweiz aber nur 0,8%, muss der Euro-Franken-Kurs mit einem steilen Anstieg reagieren.

2) Deswegen fällt Gold unter 1.000 US-Dollar
Wohl war ist, dass weltweit inzwischen Staatsanleihen im Wert von über 10 Billionen Euro eine negative Rendite haben, was den Appeal von Gold steigert. Das führt aber nicht dazu, dass sich die von den Gold-Bullen erwarteten Untergangs-Szenarien wie ein Papiergeld-Crash bewahrheiten. Damit Gold so richtig klettern kann, braucht es mehr Inflation. Die ist nicht in Sicht. Am Goldmarkt gibt es zudem einen unsäglichen Überhang der Käufer, was scharfe Korrekturbewegungen begünstigt. Pflichtmitteilungen der US-Terminmarktaufsicht CFTC zeigen: Aktuell sind mehr spekulative Käufer im Markt als im September 2011, als Gold auf 1.923 Dollar kletterte.


3) So klettern Dax auf 13.000 Punkte und Atx auf 2.700 Zähler
Die Wirtschaft in der Eurozone bekommt die zweite Luft. Unternehmen verkaufen wieder mehr Waren in die Emerging Markets. Darüber hinaus verbreitert sich die Konjunkturdynamik an den Häusermärkten, die bisher weitgehend auf Deutschland und Irland beschränkt war. Die Arbeitslosigkeit geht zurück. Es kommt zu einer kräftigen Erholung der europäischen Aktienmärkte, welche von den Banken, die viel aufzuholen haben, getragen wird. Der Dax steigt über sein Rekordhoch vom April 2015 bei 12.375 Punkte. Für den Atx sind 2.700 Punkte drin.