"Verkaufen Sie alles" - Nächster Paukenschlag für EUR/CHF?
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"Verkaufen Sie alles" - Nächster Paukenschlag für EUR/CHF?

Genau ein Jahr nach dem Franken-Schock malt die Royal Bank of Scotland den Teufel an die Wand. "Verkaufen Sie alles", rät das Geldhaus seinen Kunden und prophezeit eine massive Fluchtwelle von Kapital in sichere Häfen. An dieser Stelle des Abgrund-Szenarios kommt der Wechselkurs des Euros zum Schweizer Franken ins Spiel. Ist der Anstieg auf EUR/CHF 1,10 auf Sand gebaut?

Am 15. Januar 2015 hob die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Euro-Mindestkurs bei 1,20 Franken auf. Daraufhin fiel der Euro in einem ausgetrockneten Handel wie ein Stein auf 0,86 Franken. In einer ersten Gegenreaktion konnte sich der Euro auf 1,00 Franken erholen. Die zweite Phase der Erholung dauert noch an. Der Eurokurs kletterte in dieser Woche auf ein Hoch bei knapp 1,10 Franken.

"Verkaufen Sie alles außer hochqualitative Anleihen. Bei dieser Sache geht es um die Rückkehr von Kapital und nicht die Rendite auf Kapital."
Royal Bank of Scotland.

Der globale Handel und die Kreditvergabe schrumpften, was ein gefährlicher Cocktail für die Bilanzen von Unternehmen und die Gewinne von Aktien sei, sagt Andrew Roberts, der Europa-Chefvolkswirt bei der Royal Bank of Scotland. Schützen könne man sich mit dem Erwerb deutscher- und amerikanischer Staatsanleihen.

Weil Schweizer Staatsanleihen als noch sicherer gelten als deutsche Bundesanleihen, dürfte Roberts auch dem Griff zu eidgenössischen Obligationen zustimmen.

Dadurch käme es dann zu einem neuen Franken-Schock. Die SNB wäre "Zurück auf Los". Sollte sich das Abgrund-Szenario bewahrheiten, müsste sie wieder am Devisenmarkt intervenieren, um einen Absturz des Euros auf 1,00 Franken zu verhindern. Oder das Direktorium wird ausgewchselt und ein neuer Mindestkurs eingeführt.

Weiterlesen: Die große Mindestkurs-Maßlosigkeit der Schweiz

P.S: Den Ölpreis für die Nordseesorte Brent sieht die Royal Bank of Scotland auf 16 Dollar pro Fass absacken.