Was Kreditnehmer aus der Erste-Group-Prognose herauslesen
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Was Kreditnehmer aus der Erste-Group-Prognose herauslesen

Der Euro steigt auf 1,16 Franken, aber erst 2016. Zu diesem Ergebnis kommt die Erste Group. Der Schweizer Franken schwäche sich über die Negativzins-Schiene ab. Weil dieser Prozess längst nicht beendet ist, werde der Eurokurs klettern. Die Wechselkursprognose der Erste Group macht Franken-Kreditnehmern Mut. Ihre Kreditschuld würde sich verringern.

"Wir erwarten auf Jahressicht eine weitere leichte Abschwächung des Frankens", heißt es in dem aktuellen Global-Strategy-Ausblick der Erste Group für das 4. Quartal 2015. Die Wirkung des von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) eingeführten negativen Zinses nehme langsam zu und mache den Franken als Investitionsinstrument weniger attraktiv, begründet die knapp 200 Jahre alte Bank.


Gemäß den Oktober-Prognosen der Erste Group wird der Euro bis Ende 2015 von derzeit 1,09 auf 1,11 Franken steigen. Nächstes Jahr soll es dann alle drei Monate um zwei Rappen nach oben gehen, so dass im Juni 2016 ein Wechselkurs von 1,15 Franken erreicht wird. An dieser Stelle rechnen die Devisenexperten mit einer Verlangsamung des Anstiegs. Der Euro soll bis September 2016 nicht auf 1,17 Franken, sondern nur auf 1,16 Franken klettern.

Sollte es tatsächlich so kommen, dann wäre das für die vielen Franken-Kreditnehmer der Erste Bank eine schöne Sache. Je höher der Euro steigt, desto stärker schwellen ihre Kreditschulden ab. Darüber hinaus könnte sich bei den Zinsen noch etwas tun. Es ist inzwischen kein Ding der Unmöglichkeit mehr, dass Franken-Kreditnehmer wegen den negativen Zinsen künftig mit ihrem Kredit etwas verdienen.

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