Wachstums-Ampeln im Euroraum bis 2016 grün
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Wachstums-Ampeln im Euroraum bis 2016 grün

Das Wirtschaftsklima im Euroraum steigt auf den höchsten Stand seit vier Jahren. Die Reaktion des Euro-Franken-Kurses lässt nicht lange auf sich warten. Er klettert von EUR/CHF 1,0890 auf 1,0940 (+0,46%). Die Auslastung der europäischen Wirtschaft kann trotz den Problemen in den Schwellenländern steigen. Deutschlands Vizekanzler macht sich für eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland stark, was der europäischen Wirtschaft ungemein gut täte.

Die Stimmung in den privaten Haushalten und den Chefetagen hat sich entgegen den Prognosen der Analysten im September erheblich verbessert. Der von der Europäischen Kommission erhobene Index für das Wirtschaftsklima steigt um 1,5 Punkte auf 105,6 Zähler. Das ist der höchste Stand seit Juni 2011. Die bessere Wirtschaftslage helfe dem Euroraum mit negative Einflüsse aus China und anderen Schwellenländern fertig zu werden, zitiert Bloomberg den Chef-Volkswirt Nick Kounis von der niederländischen ABN Amro Bank.


Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte sich mit einem zügigen Anstieg der Kapazitätsauslastung der europäischen Wirtschaft konfrontiert sehen, heißt es in einem Reserach-Papier der Danske Bank. Dies würde dazu führen, dass die Kerninflationsrate, also jene Inflation, die die Preise für Energie und Lebensmittel ausklammert, anzieht. Im ersten Quartal 2016 soll es losgehen. Entsprechend prognostiziert die Danske Bank, dass der Euro in den nächsten drei Monaten auf 1,07 Franken sinkt, und danach auf 1,12 steigt.

"Wir werden unser Verhältnis zu Russland ändern müssen. Jeder wird so klug sein zu wissen, dass man nicht auf der einen Seite Sanktionen dauerhaft aufrechterhalten und auf der anderen Seite darum bitten kann, zusammenzuarbeiten", sagt Deutschlands Vizekanzler, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Bei einem Ende der Sanktionsspirale zwischen der EU und Russland dürfte sich die Stimmung in vielen Chefetagen weiter aufhellen. Das Wirtschaftswachstum im Euroraum lag im zweiten Quartal bei 0,4%. Ökonomen rechen mit dem gleichen Wert für das gerade zu Ende gehende dritte Quartal. Gemäß den Prognosen der Europäische Kommission wird der Euroraum im laufenden Jahr ein Wachstum von 1,5% erreichen. Für 2016 erwartet man einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,9%.

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