Deutsche Bank sieht Euro bei 1,22 Franken, aber erst 2015
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Deutsche Bank sieht Euro bei 1,22 Franken, aber erst 2015

Die Deutsche Bank prognostiziert einen Anstieg des Euros gegenüber dem Schweizer Franken. Dieser werde langsam und stetig verlaufen. Er ähnelt damit einer diagnostizierten Erholung der Wirtschaft im Zeitlupentempo. Die europäische Gemeinschaftswährung soll um 1,07 Prozent aufwerten.

Aktuell notiert der Euro mit fallender Tendenz bei 1,2070 Franken. Deutschland ließ den Euro nach einem vielversprechenden Anstieg auf 1,2140 im Regen stehen. Schwache Konjunkturdaten aus Europas größter Volkswirtschaft dürften maßgeblich dazu beigetragen haben, dass der Wechselkurs zuletzt wieder unter 1,21 abtauchte.

Der Eurokurs werde bis zum September 2015 dauerhaft auf 1,22 Franken klettern, sagt das Wealth Management der Deutschen Bank. Eckpfeiler der Schweizer Franken Prognose sind ein Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) von 0,05 Prozent sowie ein Wirtschaftswachstum im Euroraum von 1,3 Prozent.


"Die wirtschaftliche Erholung, die auf die Finanzkrise im Jahr 2009 folgte, verläuft im Zeitlupentempo. Der Bremsklotz für den Aufschwung sind die Schulden", kommentiert Asoka Wöhrmann, Chief Investment Officer der Deutsche Asset & Wealth Management.

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Im Juni hatte Wöhrmann noch einen Anstieg des Euros binnen eines Jahres auf 1,2250 Franken bei einem Leitzinssatz von 0,15 Prozent und einer Wachstumsrate von 1,5 Prozent in Aussicht gestellt. Weil sich die Konjunktur inzwischen abgekühlt hat, scheint diese Vorhersage nicht mehr erreichbar zu sein.

Den viel beobachteten Euro-Dollar-Kurs sieht die Deutsche Bank in den kommenden zwölf Monaten von derzeit 1,2650 auf 1,20 einbrechen. "Während die Fed ihre unorthodoxen Maßnahmen beendet, öffnet die EZB ihre Schleusen weiter. Das spricht für den Dollar", schreibt die Bank.