Commerzbank CHF Prognose: „Aufwertung des Euro auf 1,30 CHF“
+++ Euro sinkt auf 1,1420 Franken +++
Freiheit statt Sozialismus: Euro-Warnlampe blinkt...>
Home » » Commerzbank CHF Prognose: „Aufwertung des Euro auf 1,30 CHF“

Commerzbank CHF Prognose: „Aufwertung des Euro auf 1,30 CHF“

Die Commerzbank prescht mit einer gewagten Euro CHF Prognose vor. Deutschlands zweitgrößte Bank sieht den Eurokurs bis Ende 2013 auf 1,30 Franken steigen. Gegenüber dem derzeitigen Niveau bei 1,2057 wäre das eine Aufwertung um knapp acht Prozent. Ursache sei die Einengung der Zinsdifferenz zwischen Staatsanleihen der Euro-Peripherieländer und Schuldscheinen der Bundesrepublik Deutschland.

„Wir gehen davon aus, dass es der EZB am Ende gelingen dürfte, das Risiko eines Auseinanderfallens der Währungsunion zu bannen, und sich die Stimmung im Laufe des kommenden Jahres weiter verbessern wird. Deshalb rechnen wir mit einer Aufwertung des Euro auf 1,30 CHF bis Ende 2013“, schreibt die Commerzbank in einer Investorenmitteilung vom 9. November.

Der Schweizer Franken Prognose 2013 der Commerzbank liegt eine statistische Regression zugrunde. Man versucht den zukünftigen Euro CHF Wechselkurs durch die Entwicklung der Teuerung, der Zinsen und des Marktrisikos (Volatilität) zu erklären. Statistiker verwenden solche Modelle oft, um durch Näherungvariablen Rückschlüsse über schwer beziehbare Informationen zu bekommen.

Bei Umfragen in privaten Haushalten fragt man beispielsweise indirekt nach dem Stromverbrauch, um Rückschlüsse auf die Einkommensverhältnisse zu erhalten. Würde man direkt nach dem Einkommen fragen, bekäme man ein verzerrtes Antwortverhalten. Die Vorlage der Stromrechnung erscheint für die meisten Umfrageteilnehmer hingegen vollkommen unproblematisch.

„Laut unserem Modell muss sich allerdings die Staatsschuldenkrise weiter deutlich entspannen, bevor sich EUR-CHF signifikant vom Interventionsniveau entfernen kann. Laut Schätzung würde der Wechselkurs um gut 5 Rappen steigen, wenn sich die Renditedifferenz um 1 Prozentpunkt verringert“, hat die Commerzbank ausgerechnet.

Die Zinsen für Zehnjahrespapiere der Bundesrepublik Deutschland liegen derzeit bei 1,34 Prozent. In der Laufzeit vergleichbare Obligationen des Königreichs Spanien rentieren bei 5,82 Prozent. Damit liegt die Zinsdifferenz (Spread) bei 4,48 Prozent. Ende Juli betrug der Spread 6,38 Prozent. Damals klebte der Euro hauchdünn über dem Mindestkurs bei 1,20 CHF.