CHF Prognose 2013 / National-Bank sieht Euro bei 1,22-1,25
+++ Euro mit Tiefstmarke bei 1,1410 Franken +++
Tücken des deutschen Wahlergebnis für den EUR/CHF-Kurs...>
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CHF Prognose 2013 / National-Bank sieht Euro bei 1,22-1,25

Die Schweizer Franken Prognose 2013 der National-Bank ist geprägt von Optimismus gegenüber dem Euro. Das Geldhaus rechnet mit einem Staffelanstieg der Gemeinschaftswährung bis auf 1,25 CHF. Das Ganze soll binnen eines Jahres vonstatten gehen. Derzeit notiert das Devisenpaar bei EUR/CHF 1,2060. Die eidgenössische Währung kostet 82,92 Euro-Cents.

Bis Ende Januar 2013 sagt die National-Bank einen Anstieg des Euros auf 1,22 CHF voraus. Ende April 2013 soll der Eurokurs bei 1,23 CHF, Ende Juli bei 1,24 CHF stehen. Im Oktober sei sodann mit der Erreichung des Zielkurses von 1,25 zu rechnen. Bezogen auf das derzeitige Kursniveau wäre dies eine Aufwertung der Einheitswährung um 3,65 Prozent.

„Der EUR-CHF-Kurs verlies zuletzt sein eingefahrenes Gleis. Zwischenzeitlich wurde die Marke von 1,21 überschritten. Hintergrund ist die anhaltende Risikoauspreisung, die den Druck des CHF auf die Interventionsgrenze reduzierte“, schreibt die in der deutschen Stadt Essen ansässige National-Bank in einer Investorenmitteilung vom 2. November.

Risiken

Die vergleichsweise kleine Abwertung des Frankens zeige, dass die Währung der Eidgenossen aufgrund der Unsicherheiten in der Euro-Krise nach wie zur Aufwertung tendiere, heißt es. Sogenannte Event-Risiken könnte die Schweizer Franken Prognose bei 1,22 pro Euro durchkreuzen. Derzeit streitet sich die EU über ihren Haushalt. Großbritannien droht mit einem Veto.

Für Dezember hat die Eurozone einen Fahrplan für eine Fiskalunion vollmundig angekündigt. Mit dem von Deutschland vorgeschlagenen Super-Währungskommissar, der von EZB-Chef Draghi unterstützte wird, können sich Frankreich und Spanien jedoch bisher nicht anfreunden. Ferner könnte die Ausgestaltung der Bankenunion von den Finanzmärkten als Enttäuschung wahrgenommen werden.

Der ESM-Rettungsschirm soll nach dem Willen der deutschen Bundesregierung nicht genutzt werden, um Banken mit Altlasten zu rekapitalisieren. Ferner hat sich Berlin offenbar mit seiner ablehnenden Haltung zu einer gemeinsamem Einlagensicherung durchgesetzt. Die Finanzierung der Einlagensicherungssysteme könne in nationaler Verantwortung verbleiben, sagte Draghi gestern auf dem Wirtschaftstag der Volks- und Raiffeisenbanken in Frankfurt.