Geburtstagsgeschenk für Mindestkurs: Euro steigt auf 1,2154 CHF
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Geburtstagsgeschenk für Mindestkurs: Euro steigt auf 1,2154 CHF


Der Mindestkurs des Euro gegenüber dem Schweizer Franken feiert seinen ersten Geburtstag. Als Geschenk für das Durchhaltevermögen wird die Schweizerische Nationalbank mit einem fulminanten Anstieg der Gemeinschaftswährung belohnt. Seit drei Tagen schwächt sich der Franken kontinuierlich ab und steht derzeit bei 1,2154.

Hintergrund ist die Europäische Zentralbank. EZB-Notenbankchef Mario Draghi kündigte bei der gestrigen Sitzung des EZB-Rates unbegrenzte Ankäufe von Staatsanleihen klammer Euroländer an. Dadurch verringert sich das Risiko eines Auseinanderbrechens der Eurozone, das Devisenfachleute mit dafür verantwortlich machen, warum der Schweizer Franken in den letzten Jahren so drastisch gegenüber dem Euro aufwertete.

„Aufgrund dieser Gerüchte spekulieren Devisenspekulanten und Hedgefonds auf eine Erholung im Euroraum. Weil sie auf den Euro setzen, schwächt sich der Franken zum Euro ab“, zitiert der „Blick“ den UBS-Währungsstrategen Constantin Bolz. „Das ist ein gutes Zeichen für die SNB. Gegenwärtig schwächt sich der Franken von selbst ab, ohne dass die SNB Geld in die Hand nehmen muss, um den Mindestkurs von 1,20 zu stützen“, kommentiert Bolz den Anstieg des Euros.

Vor einem Jahr, am 6. September 2012, führte der frühere Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Philipp Hildebrand, die künstliche Wechselkursuntergrenze bei 1,20 ein. Der Eurokurs kletterte bis zum 19. Oktober 2011 von 1,1018 auf 1,2470 CHF. Es folgte eine Talfahrt auf 1,2005 bis zum 31. August 2012.

Um den Mindestkurs zu verteidigen, musste die Nationalbank ihre Notenpresse ankurbeln. Mit den frisch gedruckten Schweizer Franken kaufte sie Euros. Die Devisenreserven stiegen zwischen September 2011 und August 2012 von 253,40 auf 418,43 Milliarden Schweizer Franken. Der Gegenwert der Fremdwährungsbestände beläuft sich auf 70 Prozent des Schweizer Bruttoinlandsproduktes.